Geopolitik

Trump: Zölle auf Importe aus Mexiko und Kanada treten am Dienstag in Kraft

US-Präsident Donald Trump sagte auf einer Pressekonferenz, dass es „keinen Spielraum mehr für Mexiko oder Kanada“ gebe, um die hohen Zölle zu vermeiden.

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Donald Trump spricht zu Reportern im Roosevelt Room im Weißen Haus.

Donald Trump spricht zu Reportern im Roosevelt Room im Weißen Haus.

© Roberto Schmidt/AFP

US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, dass Zölle von 25 Prozent auf Importe aus Mexiko und Kanada am Dienstag in Kraft treten werden. „Morgen – Zölle von 25 Prozent auf Kanada und 25 Prozent auf Mexiko. Und das wird losgehen“, sagte Trump Reportern im Roosevelt Room. Trump sagte, die Zölle sollen die beiden US-Nachbarn dazu zwingen, ihren Kampf gegen den Fentanyl-Schmuggel in die USA zu verschärfen.

Trump hatte im Februar eine einmonatige Verzögerung vorgesehen, da beide Länder Zugeständnisse versprachen. Aber Trump sagte am Montag nach Informationen der Nachrichtenagentur AP, es gebe „keinen Spielraum mehr für Mexiko oder Kanada“, um die hohen neuen Zölle zu vermeiden. Die US-Aktienmärkte gingen nach Trumps Kommentaren stark zurück. Trump sagte, er werde zusätzlich zu den ersten zehn Prozent, die er letzten Monat eingeführt hatte, weitere zehn Prozent Zölle auf Waren aus China erheben.

Trump kündigt Zölle auf Agrarprodukte ab April an

Trump weitet zudem seine Zollpolitik weiter aus und will nun auch Importaufschläge auf landwirtschaftliche Produkte erheben. Die Zölle auf Agrarimporte sollen am 2. April in Kraft treten, wie Trump am Montag in seinem Onlinedienst Truth Social ankündigte. Einzelheiten dazu nannte er nicht.

Jedoch rief der Präsident zugleich die Landwirte in den USA auf, ihre Produktion für den heimischen Markt anzukurbeln. „An die großartigen Farmer der Vereinigten Staaten: Bereitet Euch darauf vor, eine Menge an landwirtschaftlichen Produkten herzustellen, die innerhalb der Vereinigten Staaten verkauft werden sollen“, schrieb er. „Auf externe Produkte werden am 2. April Zölle erhoben.“ Trump hatte in der vergangenen Woche bereits Zölle in Höhe von 25 Prozent für Produkte aus der EU angekündigt, die unter anderem für Autos gelten sollen.

Trump: Chipriese TSMC gibt 100 Milliarden Dollar mehr in den USA aus

Der taiwanische Halbleiterhersteller TSMC wird nach Angaben von US-Präsident Donald Trump zusätzliche „mindestens 100 Milliarden Dollar“ (95 Milliarden Euro) in den Vereinigten Staaten investieren. Mit der Summe sollten fünf neue Produktionsstätten aufgebaut werden, kündigte Trump am Montag bei einem gemeinsamen Termin im Weißen Haus mit TSMC-Chef C.C. Wei an. Die Summe von rund 100 Milliarden Dollar kommt nach seinen Angaben zu früheren Investitionszusagen des taiwanischen Unternehmens in Höhe von 65 Milliarden Dollar hinzu.

TSMC hatte bereits 2020 den Bau eines Chipwerks in Arizona bekanntgegeben. Inzwischen wuchsen die bereits bekanntgegebenen Investitionen von zwölf auf 65 Milliarden Dollar an. Zusätzlich zu den bisher angekündigten drei Fabriken sollen drei weitere gebaut werden, sagte TSMC-Chef C.C. Wei. Von dem Konzern kommt der Großteil der weltweit benötigten Hightech-Chips. (mit AFP)

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