Nach Angaben von US-Präsident Donald Trump haben sich die USA und China beim Streitthema Seltene Erden geeinigt. „Unser Deal mit China ist abgeschlossen“, teilte Trump auf seinem Netzwerk Truth Social mit. „Alle Magnete und erforderlichen Seltenen Erden werden von China im Voraus geliefert“, hieß es weiter.
Die USA würden im Gegenzug „vereinbarte Leistungen“ erbringen. So erklärte Trump etwa, chinesische Studierende nicht von US-Universitäten auszuschließen. „Wir bekommen insgesamt 55 Prozent Zölle, China 10 Prozent. Die Beziehungen sind ausgezeichnet.“ Trump werde eng mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping zusammenarbeiten, um China für den amerikanischen Handel zu öffnen, sagte er in einem weiteren Post. Das könne „ein großer Gewinn für beide Länder“ sein.
China und USA: Handelsstreit war seit Januar eskaliert
Die chinesischen Exporte Seltener Erden standen ganz oben auf der Tagesordnung des Treffens in London. Die Unterhändler der beiden Länder hatten zuvor von einer Grundsatzeinigung im Handels- und Zollkonflikt gesprochen, ohne nähere Details zu nennen. Das Ergebnis muss noch von US-Präsident Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping abgesegnet werden, wie Trump in seinem Post mitteilte.
Peking äußerte sich bislang zurückhaltender zu den Gesprächen in der britischen Hauptstadt. Auch chinesische Regierungsvertreter sprachen von „Fortschritten“ und einem grundsätzlich konstruktiven Austausch. Der stellvertretende chinesische Regierungschef He Lifeng forderte „als nächsten Schritt“ beide Seiten auf, „Missverständnisse zu reduzieren und die Zusammenarbeit zu stärken“.
Seit Trumps Amtsantritt im Januar war der Handelsstreit zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt eskaliert. China reagierte auf Trumps harte Zollpolitik gegenüber den Handelspartnern der USA mit eigenen Gegenzöllen, woraufhin der US-Präsident die Aufschläge noch erhöhte. Schließlich galten für chinesische Exporte in die USA ein Zollsatz von 145 Prozent, andersherum wurden 125 Prozent fällig.
Mitte Mai einigten sich die beiden Länder dann darauf, die Aufschläge für zunächst 90 Tage stark zu reduzieren, um Verhandlungen zu ermöglichen. Ein wesentlicher Knackpunkt ist dabei der Export von Seltenen Erden, den China im Zuge des Zollstreits eingeschränkt hatte. China ist Weltmarktführer vor allem bei der Verarbeitung der Metalle, die für eine Reihe von Technologien unabdingbar sind.
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