US-Präsident Donald Trump hat am Freitag eine Dekret zur Umbenennung des Pentagons in „Kriegsministerium“ unterzeichnet. Das geht aus einer Erklärung des Weißen Hauses hervor. Trump erklärte gegenüber Reportern im Oval Office, dies sei angesichts der Weltlage ein „angemessener“ Name. „Wir haben das stärkste Militär der Welt“, sagte Trump weiter, bevor er die Anordnung unterzeichnete.
Die Anordnung ermächtigt den Verteidigungsminister, das Verteidigungsministerium und die ihm unterstellten Beamten zur Verwendung von Nebentiteln wie „Kriegsminister“, ‚Kriegsministerium‘ und „Stellvertretender Kriegsminister“ in der offiziellen Korrespondenz, in öffentlichen Mitteilungen, in zeremoniellen Zusammenhängen und in nicht-gesetzlichen Dokumenten innerhalb der Exekutive, wie aus einem Informationsblatt hervorgeht, das CNN vorliegt. Zur offiziellen Umbenennung als Erstbezeichnung ist eine Kongressmehrheit erforderlich.
Trump: Kriegsministerium der Name, „als wir alles gewonnen haben“
Trump hält die derzeitige Bezeichnung für „zu defensiv“ und zu „woke“. Daher wolle er den Begriff Kriegsministerium wieder einführen, der bereits von 1789 bis 1949 verwendet wurde. „Das war der Name, als wir den Ersten Weltkrieg gewonnen haben, als wir den Zweiten Weltkrieg gewonnen haben, als wir alles gewonnen haben“, hatte Trump zur Begründung gesagt.
Kritiker werfen Trump eine autoritäre Kriegsrhetorik vor – und verweisen darauf, dass er zugleich immer wieder den Friedensnobelpreis für sich beansprucht. Befürworter argumentieren dagegen, die Vereinigten Staaten müssten ihre Führungsrolle gegen aufstrebende Mächte wie China verteidigen.
Nach Angaben des Weißen Hauses soll der neue Name „eine stärkere Botschaft der Bereitschaft und Entschlossenheit“ senden. Den Gegnern der USA solle signalisiert werden, „dass Amerika bereit ist, Krieg zu führen, um seine Interessen zu sichern“. Verteidigungsminister Pete Hegseth sagte, es gehe „um eine Wiederbelebung des Kriegerethos“. Der frühere Fernsehmoderator befehligt einen riesigen Militärapparat mit mehr als drei Millionen Soldaten und Zivilbeschäftigten.
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