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Treffen im Weißen Haus: Trump drängt Erdogan zu Verzicht auf russisches Öl

Trump fordert Erdogan auf, kein russisches Öl mehr zu kaufen. Zudem stellt er die Aufhebung von Sanktionen gegen die Türkei in Aussicht.

Anika Schlünz Anika Schlünz/AFP
3 Min
US-Präsident Donald Trump (r) schüttelt die Hand des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan.

US-Präsident Donald Trump (r) schüttelt die Hand des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan.

© Evan Vucci/AP/dpa

US-Präsident Donald Trump hat den türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan dazu aufgefordert, kein Öl mehr von Russland zu kaufen. „Das Beste, was er tun könnte, wäre, kein Öl und Gas aus Russland zu kaufen. Wenn er das täte, wäre das das Beste“, sagte er einem BBC-Bericht zufolge bei einem Empfang des türkischen Präsidenten im Weißen Haus. Er wolle, dass die Türkei aufhöre, Öl aus Russland zu kaufen, solange Russland seine Angriffe auf die Ukraine fortsetzt, so Trump.

Trump hatte zuvor bereits von europäischen Staaten gefordert, kein russisches Öl mehr zu kaufen. Der US-Präsident zeigte sich erneut „sehr enttäuscht“ über den russischen Präsidenten Wladimir Putin. Russland habe Millionen und Abermillionen von Dollar für Bomben, Raketen und Munition ausgegeben, dennoch habe das Land praktisch keine Geländegewinne in der Ukraine erzielt, so Trump. „Ich denke, es ist an der Zeit aufzuhören“, sagte der US-Präsident in Richtung Putin.

Weiterhin erklärte Trump, dass er davon überzeugt sei, dass Erdogan sowohl vom ukrainischen Präsidenten Wolodomyr Selenskyj als auch vom russischen Präsidenten Wladimir Putin respektiert werde. Das bedeute, dass er „großen Einfluss“ auf den Krieg haben könne, „wenn er wolle“.

Trump stellt Ende von Sanktionen im Verteidigungsbereich in Aussicht

Trump stellte dem Nato-Partner Türkei außerdem ein Ende der Sanktionen im Verteidigungsbereich und einen  Kampfjet-Deal in Aussicht. Die US-Sanktionen könnten „nahezu sofort“ aufgehoben werden, wenn das Treffen gut verlaufe, hieß es. Auf die Frage, ob er bereit sei, einen Deal zum Verkauf von F-35-Kampfflugzeugen an die Türkei abzuschließen, sagte der US-Präsident über Erdogan: „Ich denke, er wird erfolgreich sein und die Dinge kaufen, die er kaufen möchte.“

Die USA hatten in Trumps erster Amtszeit im Jahr 2020 Sanktionen im Verteidigungssektor gegen die Türkei verhängt. Grund dafür war, dass die Türkei trotz US-Widerstands das russische Luftabwehrsystem S-400 gekauft hatte. Die Beziehungen zwischen den beiden Ländern verschlechterten sich in der Folge, Washington schloss Ankara aus dem F-35-Kampfjetprogramm aus.

Im März hatte Erdogan in einem Gespräch mit Trump gefordert, sein Land wieder in das F-35-Programm aufzunehmen und den Kauf von F-16-Kampfjets zu ermöglichen. Die Türkei plant derzeit eine umfassende Modernisierung ihrer militärischen Luftflotte.

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