Hormus-Abkommen

Trump droht: „Oman wird sich benehmen, oder wir müssen sie in die Luft jagen“

Trump droht dem Golfstaat Oman mit einem Bombenangriff, sollte das Land mit dem Iran eine gemeinsame Kontrolle der Straße von Hormus vereinbaren.

2 Min
US-Präsident Donald Trump hat eine Warnung an den Oman ausgesprochen.

US-Präsident Donald Trump hat eine Warnung an den Oman ausgesprochen.

© Kent Nishimura/AFP

US-Präsident Donald Trump hat dem mit Washington verbündeten Sultanat Oman mit militärischer Gewalt gedroht, falls es mit dem Iran ein Abkommen zur gemeinsamen Verwaltung der Straße von Hormus schließt. „Oman wird sich benehmen, oder wir müssen sie in die Luft jagen“, sagte Trump nach übereinstimmenden Berichten von US-Medien bei einer Kabinettssitzung im Weißen Haus. Sie würden sich daran halten, fügte er hinzu.

Hintergrund der Drohung sind Berichte, wonach Teheran mit Maskat über ein gemeinsames Mautsystem für die Durchfahrt von Schiffen durch die für den globalen Energiehandel wichtige Meerenge verhandelt. Trump lehnte ein solches Modell ab. „Die Straße muss für alle offen sein“, sagte er laut CNN. „Es sind internationale Gewässer. Niemand wird sie kontrollieren. Wir werden darüber wachen.“ Eine Stellungnahme des omanischen Außenministeriums lag den Berichten zufolge zunächst nicht vor.

Oman gilt nach Angaben von Politico als wichtiger Vermittler in den Gesprächen zwischen Washington und Teheran. Iranische Vertreter hatten zuletzt erklärt, die Verwaltung der Meerenge sei Sache des Irans und Omans und gehe die USA nichts an, wie der Sender CNN unter Berufung auf den Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baghaei, berichtete.

Neue Angriffe und Vergeltungsschläge

In der Nacht zum Donnerstag spitzte sich die Lage am Golf erneut zu. Nach Angaben mehrerer US-Medien griff das US-Militär Ziele nahe der iranischen Hafenstadt Bandar Abbas an und zerstörte nach Darstellung eines US-Vertreters gegenüber Reuters vier Drohnen sowie eine Bodenkontrollstation.

Die iranischen Revolutionsgarden meldeten laut der Nachrichtenagentur Fars einen Gegenschlag gegen eine US-Luftwaffenbasis. Kuwait aktivierte nach Angaben seines Generalstabs die Flugabwehr gegen Raketen und Drohnen, wie die Nachrichtenagentur Kuna meldete. Deren Herkunft war zunächst unbekannt.

Die Ölpreise zogen nach Bekanntwerden der neuen Gefechte an, US-Rohöl-Futures stiegen um knapp zwei Prozent auf 90,38 Dollar je Barrel.

Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: briefe@berliner-zeitung.de

Lesen Sie mehr zum Thema