USA

Holocaust-Museum: Trump entlässt Politiker-Ehemann aus Verwaltungsrat

Trump hat mehrere von seinem Vorgänger Biden in den Holocaust-Gedenkrat berufene Personen entlassen, darunter auch Doug Emhoff, den Ehemann von Kamala Harris.

Katerina Alexandridi Katerina Alexandridi/AFP
2 Min
Die ehemalige US-Vizepräsidentin, Kamala Harris, und der ehemalige Second Gentleman, Doug Emhoff.

Die ehemalige US-Vizepräsidentin, Kamala Harris, und der ehemalige Second Gentleman, Doug Emhoff.

© Kenny Holston/Pool

Der Ehemann der ehemaligen Präsidentschaftskandidatin der US-Demokraten Kamala Harris, Doug Emhoff, ist von US-Präsident Donald Trump aus dem Verwaltungsrat des Washingtoner Holocaust-Museums entlassen worden. Emhoff warf Trump am Dienstag im Onlinedienst X politische Gründe für seine Entlassung vor. „Das Gedenken an den Holocaust und Holocaust-Bildung sollte niemals politisiert werden“, schrieb Emhoff.

„Eine der schlimmsten Gräueltaten der Geschichte zu einem Streitthema zu machen, ist gefährlich und entehrt das Gedenken an sechs Millionen von den Nazis ermordete Juden, das dieses Museum aufrechterhalten soll“, fügte er hinzu. Er werde sich trotzdem weiter für das Gedenken an den Holocaust einsetzen, erklärte Emhoff.

Emhoff, der jüdischen Glaubens ist, war von Trumps Vorgänger Joe Biden in den Verwaltungsrat des Museums berufen worden. 55 der 63 Mitglieder des Gremiums werden üblicherweise vom Präsidenten eingesetzt.

Trump entlässt weitere von Biden berufene Ratsmitglieder

Einem Bericht der New York Times zufolge entließ Trump auch weitere Ratsmitglieder, die von seinem Vorgänger berufen worden waren – darunter Bidens ehemaligen Stabschef Ron Klain und die ehemalige Sicherheitsberaterin von Ex-Präsident Barack Obama, Susan Rice.

Das Weiße Haus bestätigte die Entlassungen, wie US-Medien berichteten. Pressesprecherin Karoline Leavitt äußerte sich zwar nicht direkt dazu, betonte jedoch, dass Präsident Trump sich auf die Ernennung neuer Mitglieder freue, die sowohl das Andenken an die Opfer des Holocausts bewahren, als auch Israel tatkräftig unterstützen werden.

Trump hatte im Februar zudem mehrere Mitglieder des Verwaltungsrats des Washingtoner Kennedy Centers entlassen und sich selbst zum Ratsvorsitzenden des Kulturzentrums ernannt – ein bisher beispielloser Schritt. Er werde sicherstellen, dass es dort keine „woken“ Vorstellungen mehr gebe, hatte der US-Präsident gesagt und unter anderem angekündigt, Auftritte von Dragqueens zu verbieten.

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