Ukrainekrieg

Brief an Nato-Partner: Trump macht Öl-Boykott zur Bedingung für neue Russland-Sanktionen

US-Präsident Donald Trump will neue Sanktionen gegen Russland nur verhängen, wenn die Nato-Partner geschlossen aufhören, Öl aus Moskau zu kaufen.

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US-Präsident Donald Trump

US-Präsident Donald Trump

© mandel Ngan/AFP

US-Präsident Donald Trump hat weitere Sanktionen gegen Russland an Bedingungen für die Nato-Partner geknüpft. In einem Brief an die Mitgliedstaaten, den er am Samstag nach eigenen Angaben verschickte, forderte Trump die Verbündeten auf, ihre Ölimporte aus Russland einzustellen. Nur dann sei Washington bereit, „große“ Sanktionen gegen Moskau zu verhängen. „Ich bin bereit für große Sanktionen gegen Russland, wenn alle Nato-Nationen dasselbe tun und aufhören, Öl aus Russland zu kaufen“, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.

Trump kritisierte zugleich, die Haltung mancher Nato-Staaten sei „weit weniger als 100 Prozent“ entschlossen. Der Kauf russischen Öls schwäche die Verhandlungsposition des Bündnisses. Außerdem forderte er die Nato-Staaten auf, gemeinsam Strafzölle von 50 bis 100 Prozent auf China zu erheben – die nach Ende des Krieges in der Ukraine wieder aufgehoben werden sollten. Diese Maßnahmen würden den Krieg „schnell“ beenden, so Trump.

Europa kauft weiter Energie aus Russland

Die EU hat bereits ein Embargo auf russische Ölimporte per Schiff sowie auf raffinierte Produkte wie Diesel verhängt. Dennoch beziehen einige Staaten weiterhin fossile Energieträger aus Russland, darunter Flüssiggas. Laut CNN und ABC News ist fraglich, ob die Nato-Partner auf Trumps Forderungen eingehen – ein solcher Kurswechsel wäre ein Bruch mit der bisherigen Handelspolitik.

Zudem verwies Trump auf jüngste Drohnenvorfälle in Polen und Rumänien. Er sprach von einem möglichen „Fehler“ Russlands, betonte aber, die Situation sei „sehr ernst“. US-Außenminister Marco Rubio bezeichnete die Vorfälle als „inakzeptabel“ und warnte vor einer weiteren Eskalation.

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