Karibik

Trump: Maduros Tage als Präsident von Venezuela sind gezählt – Kein US-Angriff geplant

Die USA haben ihre militärische Präsenz in der Karibik zuletzt massiv verstärkt. Ein US-Militäreinsatz in Venezuela steht laut Trump jedoch nicht bevor.

Anika Schlünz AFP/Anika Schlünz
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US-Präsident Donald Trump

US-Präsident Donald Trump

© Jim Watson/AFP

US-Präsident Donald Trump geht offenbar von einer baldigen Entmachtung des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro aus. In einem am Sonntag ausgestrahlten Interview mit dem Sender CBS antwortete Trump auf die Frage, ob Maduros Tage als Präsident gezählt seien: „Ich würde sagen, ja. Ich denke schon, ja.“ Ein US-Militäreinsatz in dem südamerikanischen Land steht Trump zufolge aber nicht bevor. „Ich bezweifle es. Ich glaube nicht“, sagte der Präsident.

Trump hatte bereits am Freitag bestritten, militärische Angriffe auf Venezuela zu planen. Als der US-Präsident von Reportern an Bord der Air Force One gefragt wurde, ob Medienberichte, wonach er Angriffe innerhalb Venezuelas erwäge, wahr seien, sagte er: „Nein.“

USA haben Kriegsschiffe und Kampfflugzeuge in die Karibik entsandt

Mehrere US-Medien hatten am Freitag berichtet, die Trump-Regierung habe Militäranlagen in Venezuela als mögliche Ziele für Angriffe identifiziert. In einem Bericht des Miami Herald hieß es demnach, die Angriffe könnten jederzeit stattfinden. Das Wall Street Journal berichtete jedoch, es sei noch keine Entscheidung dazu getroffen worden.

US-Außenminister Marco Rubio teilte den Artikel des Miami Herald auf X und schrieb dazu: „Ihre ‚Quellen‘, die behaupten, ‚Kenntnis von der Situation‘ zu haben, haben Sie dazu verleitet, eine falsche Geschichte zu schreiben.“

Die USA haben acht Kriegsschiffe und mehrere Kampfflugzeuge sowie Tausende Soldaten in die Karibik entsandt. Ziel des massiven US-Militäreinsatzes ist laut Trump die Bekämpfung des Drogenschmuggels. Der US-Präsident wirft Venezuelas linksgerichtetem Staatschef Maduro vor, Drogenbanden zu kontrollieren. Die venezolanische Führung weist dies zurück und beschuldigt ihrerseits die USA, die Regierung in Caracas stürzen zu wollen.

Die US-Armee hat seit Anfang September mehrere Angriffe auf Boote in der Karibik und auch im östlichen Pazifik durchgeführt. Die angegriffenen Boote sollen nach Angaben der US-Regierung Drogen transportiert haben. Bei den Angriffen wurden nach US-Angaben insgesamt mindestens 65 Menschen getötet.

Washington hat bislang allerdings keine Beweise dafür vorgelegt, dass die attackierten Boote tatsächlich Drogen beförderten. Kritiker bezeichnen die Angriffe als außergerichtliche Hinrichtungen und völkerrechtswidrig – selbst wenn sie sich tatsächlich gegen Drogenhändler richten würden.

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