US-Wahl

Trump oder Biden? Eigentlich egal

Viele hoffen, dass sich unter einem demokratischen Präsidenten das transatlantische Verhältnis bessert. Das ist – wahrscheinlich – naiv.

4 Min
Unterstützer Joe Bidens am 31. Oktober in North Carolina.

Unterstützer Joe Bidens am 31. Oktober in North Carolina.

© Imago/Bob Karp

Trump wird als amerikanische Ausnahmeerscheinung überzeichnet, aggressiv, bösartig, rücksichtslos, der in den vergangenen vier Jahren das moralisch überlegene, freiheitliche, an Kooperation orientierte Land zerstört habe. Das mag gut klingen – aber vieles, was an Amerika dysfunktional ist, gab es schon vor Trump. Er brachte lediglich zusammen, was schon vorher an Amerika abgründig und selbstzerstörerisch war. Er war nicht der erste Präsident, der zusah, wie eine Naturkatastrophe Tausende Menschen das Leben kostete, wie bei der Corona-Pandemie. Man muss nur an Präsident George Bush und die Verwüstung durch den Hurrikan Katrina 2005 denken. Auch andere Präsidenten hatten ein flexibles Verhältnis zur Wahrheit und zum geltenden Recht. Wie sagte Präsident Richard Nixon zum britischen Journalisten David Frost: „Was ein Präsident tut, kann nicht illegal sein.“

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