Ukrainekrieg

Ultimatum an Putin: Trump schickt Gesandten Witkoff nach Moskau

US-Präsident Donald Trump entsendet Sondergesandten Steve Witkoff nach Moskau. Sollte Russland bis 8. August keiner Waffenruhe zustimmen, drohen harte Sanktionen.

2 Min
US-Präsident Donald Trump spricht mit Reportern am Lehigh Valley International Airport.

US-Präsident Donald Trump spricht mit Reportern am Lehigh Valley International Airport.

© Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

US-Präsident Donald Trump will kurz vor Ablauf seines Ultimatums an den Kreml einen hochrangigen Sondergesandten nach Moskau entsenden. Steve Witkoff, offiziell Trumps Beauftragter für den Nahen Osten, soll nach Trumps Angaben am kommenden Mittwoch oder Donnerstag (7. oder 8. August) nach Russland reisen, um über eine mögliche Waffenruhe im Ukraine-Krieg zu verhandeln. „Sie würden ihn gerne sehen. Sie haben um ein Treffen gebeten“, sagte Trump am Sonntag vor Reportern.

Witkoff hatte bereits im April für Aufsehen gesorgt, als er überraschend mit Russlands Präsident Wladimir Putin zusammentraf – begleitet von kremlnahen Dolmetschern und auffälliger Nähe zur russischen Darstellung des Krieges. Der Besuch wurde in Washington wie auch international scharf kritisiert.

US-Präsident Donald Trump bestätigte am 3. August, dass sein Sondergesandter Steve Witkoff (Foto) nächste Woche nach Russland reisen wird.

US-Präsident Donald Trump bestätigte am 3. August, dass sein Sondergesandter Steve Witkoff (Foto) nächste Woche nach Russland reisen wird.

© Mandel Ngan/AFP

Trump droht Putin mit Sanktionen

Trump bekräftigte am Sonntag, dass ab dem 8. August weitreichende Sanktionen greifen sollen, sollte Moskau bis dahin keiner Waffenruhe zustimmen. Bereits Ende Juli hatte der US-Präsident angekündigt, innerhalb von zehn Tagen Strafzölle auf russische Exporte zu verhängen, darunter sogenannte Sekundärsanktionen gegen Länder, die weiterhin russisches Öl und Gas importieren. Besonders betroffen wären dabei China und Indien.

„Es wird Sanktionen geben, aber sie sind ziemlich gut darin, Sanktionen zu umgehen“, sagte Trump. Russland sei „ein wendiges Land voller gerissener Charaktere – wir werden sehen, was passiert.“

Nach Streit mit Medwedew: Trump bringt Atom-U-Boote in Stellung

Unterdessen berichtete Trump, dass sich nach einem hitzigen Wortgefecht mit Russlands Ex-Präsident Dmitri Medwedew zwei US-Atom-U-Boote „in der Region“ befänden. Details zur Art der U-Boote oder ihrem exakten Einsatzort nannte er nicht. Die Stationierung von Atom-U-Booten ist eines der bestgehüteten Geheimnisse des US-Militärs.

Während Trump nach seinem Wiedereinzug ins Weiße Haus zunächst den Schulterschluss mit Putin gesucht hatte, zeigt er sich zuletzt zunehmend frustriert über den mangelnden Fortschritt in den Verhandlungen mit Moskau.

Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: briefe@berliner-zeitung.de