Im Kampf gegen Drogen hat US-Präsident Donald Trump Angriffe gegen das Nachbarland Mexiko nicht ausgeschlossen. „Würde ich einen Angriff auf Mexiko starten, um Drogen zu stoppen? Das wäre für mich okay“, sagte Trump am Montag im Weißen Haus auf die Frage eines Journalisten.
In Mexiko und seiner Hauptstadt gebe es „einige große Probleme“ mit dem Rauschgifthandel. Er sei „nicht zufrieden“ mit dem Nachbarland, sagte Trump laut einem Bloomberg-Bericht. Das mexikanische Außenministerium reagierte dem Bericht zufolge zunächst nicht auf eine Anfrage nach einer Stellungnahme.
Trump und Maduro signalisieren Gesprächsbereitschaft
Die Äußerungen Trumps stehen im Gegensatz zu einer Erklärung von Außenminister Marco Rubio, der in der vergangenen Woche gesagt hatte, es werde keine militärische Intervention der USA in Mexiko geben. Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern befinde sich auf einem „historisch hohen Niveau“, sagte er der Nachrichtenagentur Reuters zufolge.
Zudem brachte Trump die Möglichkeit ins Spiel, Kokainlabore in Kolumbien ins Visier zu nehmen. „Würde ich diese Fabriken schließen? Ich wäre stolz darauf, es zu tun“, sagte er demnach. „Ich habe nicht gesagt, dass ich es tun werde, aber ich wäre stolz darauf, es zu tun, denn wir würden Millionen von Leben retten.“
Der US-Präsident bestätigte außerdem seine Gesprächsbereitschaft gegenüber Venezuela. Er sei „wahrscheinlich“ bereit, direkt mit dem dem venezolanischen Machthaber Nicolás Maduro zu sprechen, sagte er laut Bloomberg und warnte gleichzeitig, er sei „nicht gerade begeistert von den Leuten, die Venezuela regieren“.
Auch Maduro zeigte sich offen für ein Gespräch mit Trump. „Dieses Land wird weiterhin in Frieden leben und in den Vereinigten Staaten wird jeder, der mit Venezuela sprechen möchte, dies ohne Probleme von Angesicht zu Angesicht tun können“, sagte Maduro am Montag im venezolanischen Fernsehen. Es könne jedoch nicht zugelassen werden, „dass das christliche Volk Venezuelas bombardiert und massakriert wird“.
Seit September greifen US-Streitkräfte immer wieder Boote angeblicher Drogenschmuggler in der Karibik und im Ostpazifik an. Dabei wurden bislang mindestens 83 Menschen getötet.
Die USA werfen Venezuela vor, den Drogenschmuggel in die Vereinigten Staaten zu fördern und damit die Sicherheit der USA und ihrer Bürger zu gefährden. Venezuelas linksnationalistischer Präsident Maduro vermutet dagegen US-Pläne zu seinem Sturz. Die US-Regierung sieht Maduro nicht als rechtmäßigen Präsidenten Venezuelas an.
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