Nahost-Krieg

Falls Iran „sich nicht benimmt“: Trump droht mit erneuten Angriffen

Die USA werden ihre Angriffe auf den Iran wieder aufnehmen, falls Teheran „sich nicht benehme“, erklärt Trump. Zudem äußert er sich kritisch über Israels Vorgehen im Libanon.

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US-Präsident Donald Trump

US-Präsident Donald Trump

© Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

US-Präsident Donald Trump hat bei Verstößen gegen das Rahmenabkommen mit dem Iran vor neuen Angriffen gewarnt. „Es ist eine Absichtserklärung. Und wenn sie mir nicht gefällt, fangen wir wieder an, auf sie zu schießen und Bomben auf ihre Köpfe zu werfen“, sagte er laut Reuters am Mittwoch. „Wenn mir das nicht passt, wenn sie sich nicht benehmen, dann werfen wir wieder Bomben mitten auf ihren Kopf, okay?“

Er wolle keine Raketen abfeuern, sagte Trump weiter. „Wenn wir weiter bombardieren, werden diese Schiffe nicht fahren, und wir sprechen hier von 500, 600, 700 Millionen Dollar pro Tag.“ Sollte der Iran gegen das Abkommen verstoßen, würden die USA jedoch wieder angreifen. „Das möchte ich nicht“, so Trump. Er wolle, dass sich der Iran an die Vereinbarung halte.

Die Absichtserklärung verlängert laut Reuters eine im April vereinbarte Waffenruhe um weitere 60 Tage, um Verhandlungen über einen dauerhaften Frieden zu ermöglichen. Vorgesehen sei zudem die Wiederöffnung der Straße von Hormus ab Freitag sowie ein Ende der US-Blockade iranischer Häfen. Eine sofortige Lockerung der Sanktionen gegen den Iran sei nicht Teil der Vereinbarung, sagte Trump laut dem Sender CBS.

Libanon meldet erneute israelische Angriffe

Die Staats- und Regierungschefs der G7 forderten laut Reuters in einer gemeinsamen Mitteilung, die Verhandlungen müssten sicherstellen, dass der Iran niemals Atomwaffen erhalte. Eine von Großbritannien und Frankreich geführte Koalition soll demnach die Absicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus nach deren Wiederöffnung unterstützen. Zudem forderten sie einen sofortigen Waffenstillstand im Libanon.

Im Libanon meldete die Nachrichtenagentur NNA am Mittwoch erneute israelische Angriffe im Süden des Landes. Libanesische Sicherheitskreise berichteten laut Reuters von zwei Drohnenangriffen der Hisbollah auf israelische Soldaten im Süden. Die israelische Armee teilte auf X mit, fünf Soldaten seien dabei verletzt worden.

Die iranische Armee hatte laut der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim am Dienstag erklärt, die israelischen Streitkräfte müssten mit einer „harten Reaktion“ rechnen, sollten die Angriffe auf den Libanon nicht eingestellt werden. Israel war Reuters zufolge nicht Teil der Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA.

Trump: Israel könnte es „im Umgang mit der Hisbollah besser machen“

Trump sagte am Mittwoch, Israel könne es „im Umgang mit der Hisbollah besser machen“. Er wolle nicht sagen, dass Israel sich nicht schützen solle. „Ich sage nur, dass man nicht gleich Gebäude in Beirut abreißen muss, wenn zwei Drohnen in die Wüste geschossen werden und harmlos abstürzen“, erklärte er laut Reuters.

Den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu bezeichnete er als „guten Mann“, mit dem er „eine kleine Meinungsverschiedenheit über den Libanon habe“. Trump sagte laut dem Sender CBS News, Israel sei eine Kopie der zwischen den USA und dem Iran getroffenen Vereinbarung übermittelt worden. Sie soll voraussichtlich am Freitag in der Schweiz unterzeichnet werden.

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