Bereits vor knapp einer Woche hatte Elon Musk auf X angedroht: „Wenn dieses irrsinnige Ausgabengesetz durchkommt, wird am nächsten Tag die ‚America Party‘ gegründet werden.“ Diese Drohung will er nun offenbar wahr werden lassen, „um den Menschen im Land ihre Freiheit zurückzugeben“. Donald Trump feuerte prompt zurück: Ohne Subventionen der US-Regierung, so der US-Präsident, „müsse Musk seinen Laden schließen und zurück nach Südafrika“.
Die Reaktionen auf Musks Ankündigung in den sozialen Medien und besonders auf X klangen gemischt. Einige seiner Follower rieten ihm, er solle lieber den Republikanern helfen, ihre Mehrheit auszubauen. Die Libertarian Party meldete sich zu Wort und verwies darauf, dass es mit ihr bereits eine Alternative gebe. „Die Libertarian Party gibt es schon, mit Zugang zu 50 Wahlen in den Bundesstaaten, einer lange bestehenden Infrastruktur und dem Rückgrat, sich gegen die bestehenden Parteien zu wehren“.
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Neben der Libertarian Party gibt es in den USA noch die Grünen, die unter anderem den Verbraucherschützer Ralph Nader als Präsidentschaftskandidaten aufstellten. Keiner Partei ist es jedoch bislang gelungen, den Demokraten und Republikanern und damit dem Zwei-Parteien-System in den USA ernsthaft Konkurrenz zu machen.
Dass Musk mit einer neuen Partei das politische System der USA ins Wanken bringen könnte, hält Julian Müller-Kaler, Politikwissenschaftler der Washingtoner Denkfabrik Stimson Center, für „unwahrscheinlich“. Der Grund dafür, sagte er gegenüber dem ZDF, läge im Wahlrecht der Vereinigten Staaten, was auch das Zweiparteiensystem bedingt. „Wer die meisten Stimmen bei einer Wahl bekommt, hat gewonnen. Alle anderen Stimmen verfallen, was vor allem die Chancen kleinerer Parteien verringert und die erfolgreiche Gründung neuer Parteien sehr schwierig macht.“
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