USA

Trump unterstellt Biden, Krebsdiagnose vertuscht zu haben

Der frühere US-Präsident Joe Biden hat Krebs. Sein Nachfolger Donald Trump streut nun öffentlich Zweifel daran, dass die Diagnose erst jetzt bekannt wurde.

Katerina Alexandridi Katerina Alexandridi/AFP
3 Min
Präsident Joe Biden (r.) und der damals designierte Präsident Donald Trump stehen zusammen vor dem Beginn der Amtseinführung des Präsidenten im Januar 2025 in der Rotunde des US-Kapitols in Washington.

Präsident Joe Biden (r.) und der damals designierte Präsident Donald Trump stehen zusammen vor dem Beginn der Amtseinführung des Präsidenten im Januar 2025 in der Rotunde des US-Kapitols in Washington.

© POOL AFP/AP

US-Präsident Donald Trump hat am Montag eine mögliche Vertuschung der Krebsdiagnose von Joe Biden angedeutet. Er sei „überrascht“, dass die Öffentlichkeit „nicht schon viel früher“ über den Zustand seines Vorgängers informiert worden sei, sagte Trump vor Journalisten im Weißen Haus. Mit Blick auf die aggressive Form von Bidens Prostatakrebs wies er darauf hin, dass es „lange dauert, bis man in diese Situation kommt, bis man ein neuntes Stadium erreicht“.

Mit dem Hinweis, dass Tests während Bidens Amtszeit Anzeichen der Krankheit hätten aufzeigen müssen, fügte Trump hinzu: „Wenn man sich das anschaut, ist es derselbe Arzt, der gesagt hat, Joe sei kognitiv in Ordnung.“ Weiter sagte Trump: „Es gibt Dinge, über die die Öffentlichkeit nicht informiert wurde.“

Trump hatte in der Vergangenheit angedeutet, Biden regiere nicht selbst, sondern lasse Dokumente von einem „Autopen“ unterzeichnen. Unter Berufung auf diese Theorie machte er mehrere von Biden unterzeichnete Begnadigungen rückgängig. Bidens Büro äußerte sich zunächst nicht zu Trumps neuen Behauptungen.

Biden wirkt vergesslich: Krebsdiagnose und Video sorgen für Spekulationen

Nach Angaben von Bidens Büro wurde bei dem 82-Jährigen Prostatakrebs diagnostiziert, der bereits in die Knochen gestreut hat. Bei einer frühzeitigen Diagnose ist Prostatakrebs gut behandelbar. Allerdings ist Bidens Erkrankung offensichtlich schon weit fortgeschritten, da sich Metastasen in den Knochen gebildet haben. Zudem ist er besonders aggressiv: Wie sein Büro am Sonntag mitteilte, ist Biden an einem Karzinom mit einem Gleason-Score von 9 auf einer zehnstufigen Skala erkrankt.

Zeitgleich mit Bidens Krebsdiagnose wurden in den USA erneut Fragen zum Gesundheitszustand des 82-Jährigen während seiner Präsidentschaft aufgeworfen. Befeuert wurden sie zum einen am Samstag durch die Veröffentlichung einer Aufnahme von 2023, in dem Biden wichtige Daten aus seinem Leben offenbar entfallen sind.

In einem am Dienstag erscheinenden Buch zweier Journalisten mit dem Titel „Original Sin“ („Erbsünde“) wird zudem beschrieben, wie das Weiße Haus der Welt die zunehmenden Schwächen des damaligen Präsidenten verschwieg.

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