USA

Trump will Pentagon in „Kriegsministerium“ umbenennen

Donald Trump denkt über eine Umbenennung des Verteidigungsministeriums nach: Künftig könnte es wieder „Department of War“ heißen. Der Vorschlag stößt auf Zustimmung und Kritik.

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US-Präsident Donald Trump spricht am 25. August 2025 im Oval Office des Weißen Hauses.

US-Präsident Donald Trump spricht am 25. August 2025 im Oval Office des Weißen Hauses.

© Mandel Ngan/AFP

US-Präsident Donald Trump hat sich offen für eine Umbenennung des Verteidigungsministeriums ausgesprochen. Bei einem Auftritt deutete er an, das traditionsreiche „Department of War“ könne als Name zurückkehren. „Warum heißen wir Verteidigung? Früher hieß es Department of War, und das klang stärker,“ sagte Trump am Montag im Weißen Haus vor Journalisten. „Wenn ihr wollt, könnt ihr jetzt abstimmen, ob wir es wieder so nennen. Das ist für mich in Ordnung.“

Der US-Präsident ergänzte: „Ich will nicht nur Verteidigung. Wir wollen Verteidigung, aber wir wollen auch Angriff.“ Damit knüpft Trump an eine Debatte an, die bereits seit Monaten von seinem Verteidigungsminister Pete Hegseth befeuert wird. Hegseth, ein enger Vertrauter des Präsidenten, hatte schon im Frühjahr vorgeschlagen, den Namen zu ändern. In sozialen Netzwerken ließ er über eine Umfrage abstimmen, bei der sich nach seinen Angaben mehr als 200.000 Nutzer beteiligten – gut die Hälfte sprach sich für die Bezeichnung „Department of War“ aus. Unterstützung erhielt er unter anderem von Tesla-Chef Elon Musk, der schrieb: „War is more accurate“.

George Washington als Urvater des „Kriegsministeriums“

Das „Department of War“ war 1789 unter Präsident George Washington eingerichtet worden. Es verwaltete über 150 Jahre lang die Organisation des US-Heeres und zeitweise auch der Marine. Im Zuge des National Security Act von 1947 wurden die militärischen Strukturen neu geordnet, 1949 entstand schließlich das heutige „Department of Defense“. Präsident Harry S. Truman wollte damit eine übergeordnete Institution schaffen, die die verschiedenen Teilstreitkräfte bündelt und zugleich die militärische Ausrichtung weniger aggressiv erscheinen lässt.

Kritik und Kontroversen

Kritiker warnen, eine Rückkehr zum Begriff „War Department“ könnte international falsche Signale senden. Das Nachrichtenportal Express News verweist darauf, dass der martialische Name nicht nur die Außenwahrnehmung der USA verändern, sondern auch völkerrechtliche Normen berühren könnte. Vor allem gehe es um die Frage, wie sich eine solche Symbolik auf den Schutz von Zivilisten im Krieg nach den Regeln der UNO-Charta auswirken könnte.

Das Magazin The Daily Beast berichtete zudem, Trump habe sich bereits im Umfeld von Hegseth für eine Rückkehr zum Titel „Secretary of War“, also „Kriegsminister“, ausgesprochen. Beobachter sehen darin den Versuch, das Image der US-Streitkräfte gezielt kämpferischer zu gestalten.

Einordnung

Trumps Vorstoß passt in ein Muster, bei dem er bewusst historische Begriffe und symbolträchtige Gesten einsetzt, um Stärke und Durchsetzungsfähigkeit zu demonstrieren. Ob es tatsächlich zu einer offiziellen Umbenennung kommt, ist offen – rechtlich wäre eine Gesetzesänderung notwendig. Klar ist jedoch, dass die Idee sowohl bei Teilen seiner Anhängerschaft als auch in seinem Kabinett auf Zustimmung stößt, während Experten und internationale Beobachter sie kritisch bewerten.

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