Iran-Krieg

Trump zu Iran: „50:50-Chance“ auf Deal - Entscheidung soll am Sonntag fallen

US-Präsident Trump will am Sonntag entscheiden, ob er ein Abkommen mit dem Iran akzeptiert oder den Krieg wieder aufnimmt. Eine klare Tendenz gäbe es nicht.

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US-Präsident Donald Trump hat sich zum Stand der Gespräche mit dem Iran geäußert.

US-Präsident Donald Trump hat sich zum Stand der Gespräche mit dem Iran geäußert.

© Andrew Leyden/imago

US-Präsident Donald Trump will nach eigenen Angaben am Sonntag entscheiden, ob er den Krieg gegen den Iran wieder aufnimmt oder einer Vereinbarung zustimmt. Im Gespräch mit Axios bezifferte Trump die Chancen auf ein „gutes“ Abkommen mit „glatten 50:50“. Andernfalls werde er den Iran „in alle Himmelsrichtungen zerbomben“. Beraten will sich Trump mit seinen Unterhändlern Steve Witkoff und Jared Kushner sowie Vizepräsident JD Vance.

Nach Informationen von den Nachrichtenagenturen Reuters und AP stehen die USA und der Iran kurz vor einer Absichtserklärung, die den seit knapp drei Monaten andauernden Krieg beenden soll. Pakistans Armeechef Asim Munir verließ Teheran am Samstag nach Gesprächen mit Präsident Masud Peseschkian, Außenminister Abbas Araghtschi und Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf. Die pakistanische Armee sprach laut Reuters von „ermutigenden“ Fortschritten, ein Sicherheitsbeamter erklärte, das Memorandum werde derzeit „feinjustiert“.

Laut Reuters sieht der vorgeschlagene Rahmen drei Stufen vor: das formelle Kriegsende, die Lösung der Krise um die Straße von Hormus sowie ein 30-tägiges Verhandlungsfenster für ein umfassenderes Abkommen, das verlängert werden kann. US-Außenminister Marco Rubio bekräftigte in Neu-Delhi gegenüber Journalisten die Bedingungen Washingtons: Der Iran dürfe keine Atomwaffe besitzen, müsse sein hochangereichertes Uran abgeben und die Straße von Hormus offenhalten. „Es wurden Fortschritte erzielt“, so Rubio laut AP.

Iran droht mit „bitterer“ Antwort im Fall von Angriffen

Wie AP berichtet, beschrieb der iranische Außenamtssprecher Esmail Baghaei den Entwurf als „Rahmenabkommen“. Nukleare Fragen seien nicht Teil der aktuellen Verhandlungen, Priorität habe das Kriegsende, auch im Libanon, wo die mit dem Iran verbündete Hisbollah gegen israelische Truppen kämpft. Die Aufhebung der Sanktionen sei „ausdrücklich“ im Text enthalten.

Ghalibaf warnte laut AP, sollte Trump die Angriffe wieder aufnehmen, werde die Antwort „vernichtender und bitterer“ ausfallen als zu Kriegsbeginn. Der Krieg hatte am 28. Februar mit US-amerikanischen und israelischen Angriffen begonnen, die die Atomgespräche abrupt beendeten. Teheran schloss daraufhin faktisch die Straße von Hormus, woraufhin die USA am 13. April eine Seeblockade iranischer Häfen verhängten. Laut US-Zentralkommando wurden seither über 100 Handelsschiffe abgewiesen.

Wie Reuters unter Berufung auf einen arabischen Regierungsvertreter berichtet, wollte Trump am Samstag mit Staats- und Regierungschefs aus Saudi-Arabien, Katar, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Ägypten, der Türkei und Pakistan telefonieren. Gegenüber Axios wies Trump außerdem zurück, dass Israels Premier Benjamin Netanyahu wegen der Verhandlungen „besorgt“ sei.

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