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Trumps Entscheidung für J.D. Vance: Es geht um die Ukraine

Tucker Carlson soll laut New York Times gesagt haben: Trumps Vizepräsident dürfte kein Ukraine-Unterstützer sein, damit die Geheimdienste nicht motiviert werden, Trump zu töten.

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J.D. Vance

J.D. Vance

© AP Photo/J. Scott Applewhite

Donald Trump hat sich für J.D. Vance entschieden. Falls Donald Trump Präsident werden sollte, wird der 39-jährige J.D. Vance der Vizepräsident der USA. Lange war unklar, wen Trump als seinen potentiellen Vize wählen würde. Nun steht die Entscheidung fest. Und die New York Times will wissen, warum es so passiert ist.

Es gibt mehrere Gründe laut der Zeitung, die zu der Entscheidung geführt haben. Der eine Grund wäre folgender: Donald Trump soll laut eines neuen New-York-Times-Artikels dem jungen Politiker und Senator in Ohio vertrauen. J.D. Vance war früher Trump-Gegner, aber als er 2021 den Ex-Präsidenten traf, soll er ihm seine Gefolgschaft versprochen haben – und sein Sinneswandel soll authentisch gewesen sein. J.D. Vance habe gesagt, dass er auf die Lügen und Anti-Trump-Propaganda der liberalen Medien hereingefallen sei.

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Weitere Argumente für Trumps Wahl: Trump soll von der Debattenfähigkeit und dem guten Aussehen von J.D. Vance beeindruckt gewesen sein. J.D. Vance habe sich laut New York Times in den kommenden Monaten nach 2021 loyal verhalten, in einer Zeit, als noch viele Republikaner Trump als Bürde sahen und nicht daran glaubten, dass er erneut Präsidentschaftskandidat der Republikaner werden würde. Auch bei den Gerichtsprozessen in New York zeigte sich J.D. Vance solidarisch.

J.D. Vances Sicht auf den Ukrainekrieg und seine Überzeugung, dass die USA zu viel für das Land tun, war ebenso attraktiv für Trump, heißt es in dem New-York-Times-Text. Viele Unterstützer von Trump sahen dies eher als Problem und wollten Trump überzeugen, daher jemand anderen zu wählen. Die New York Times schreibt: „Die Bekannten von Rupert Murdoch setzten sich aggressiv für Burgum (Doug Burgum, Anm. d. Red.) ein, sowohl privat als auch in Leitartikeln in der New York Post. Als die Anti-Vance-Kräfte ihre Argumente gegenüber Trump vortrugen, konzentrierten sie sich auf die frühere Kritik von Herrn Vance an dem ehemaligen Präsidenten und auf seine Jugend und Unerfahrenheit. In vielen Fällen waren republikanische Spender motiviert, J.D. Vance zu kritisieren, weil sie die Ideologie und die politischen Positionen von Vance verabscheuten, insbesondere seine entschiedene Ablehnung der US-Unterstützung für die Ukraine gegen Russland.“

Medienstar Tucker Carlson soll sich aber gerade deshalb für J.D. Vance eingesetzt haben, also wegen seiner Ukraine-Haltung. „Als Tucker Carlson vor ein paar Wochen erfuhr, dass Trump in Bezug auf Vance schwanken könnte, griff er ein. Carlson, der sich auf einer Vortragsreise in Australien befand, rief Trump an und sprach eine apokalyptische Warnung aus (...). Er sagte Trump, dass man Rubio (Marco Rubio, Anm. d. Red.) nicht trauen könne – dass er gegen Trump vorgehen und versuchen würde, Amerika in einen Atomkrieg zu führen. Carlson (...) sagte Trump, dass man auch Burgum nicht trauen könne. Weiter sagte er am Telefonat, dass er glaube, wenn Trump einen ‚Neocon‘ zu seinem Vizepräsidenten wähle – eine Abkürzung für Republikaner, die es befürworten, die Macht der USA zu nutzen, um die Demokratie im Ausland zu verbreiten –, dann hätten die US-Geheimdienste einen großen Anreiz, Trump zu ermorden, um den Vizepräsidenten, den ‚Neocon‘, zum Präsidenten zu machen.“ Daher sei J.D. Vance die bessere Wahl.

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