Nahost

Gaza-Vorstoß: „Arabische Amerikaner für Trump“ benennen sich um

Nach Trumps Vorstoß zur Übernahme des Gazastreifens durch die USA schwächt das Weiße Haus seine Äußerungen ab. US-Arabische Anhänger distanzieren sich von ihm.

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Ein Kind späht durch ein Zelt im Gazastreifen

Ein Kind späht durch ein Zelt im Gazastreifen

© Abed Rahim Khatib/dpa

Eine US-Arabische Organisation, die sich für die Wahl Donald Trumps zum Präsidenten eingesetzt hatte, hat Berichten zufolge angekündigt, dass sie ihren Namen nach Trumps umstrittenen Äußerungen über die Übernahme der Kontrolle über den Gazastreifen durch die USA geändert hat. Der Name der Gruppe wurde von „Arab Americans for Trump“ in „Arab Americans for Peace“ (Arabische Amerikaner für den Frieden) geändert, wie ihr Vorsitzender Bishara Bahbah der Associated Press und anderen US-Medien mitteilte.

„Das Gerede darüber, was der Präsident mit dem Gazastreifen machen will, lehnen wir natürlich entschieden ab“, sagte Bahbah gegenüber der Nachrichtenagentur. „Wir wollten nicht hinterherhinken, wenn es darum geht, auf den Frieden zu drängen, denn das war von Anfang an unser Ziel.“ Bahbah wiederum lobte Trump dafür, dass er die im vergangenen Monat zwischen der islamistischen Palästinensergruppe Hamas und Israel vereinbarte Waffenruhe im Gazastreifen „durchsetzen konnte“.

Es ist unklar, wann genau die Entscheidung zur Umbenennung der Organisation gefallen ist. Wie „The Hill“ berichtet, hatte die Gruppe bereits vor Trumps Pressekonferenz mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu am Dienstagabend erwogen, sich umzubenennen. Auf die Frage, ob der Schritt mit Trumps jüngsten Äußerungen zusammenhänge, antwortete Bahbah: „Es gibt einen Zusammenhang und es gibt keinen“. Er wiederholte, dass die US-Araber „die ganze Idee, die Palästinenser in Gaza zu vertreiben oder zu verlegen, kategorisch ablehnen. Es gibt keinen Ort, an den die Palästinenser gehen können.“

„Vorübergehende“ Umsiedlung: Weißes Haus schwächt Trumps Gaza-Vorstoß ab

Zuvor hatte das Weiße Haus die Äußerungen des US-Präsidenten weitgehend abgeschwächt. Die Palästinenser sollten aus dem vom Krieg zerstörten Küstengebiet lediglich „vorübergehend umgesiedelt“ werden, sagte Regierungssprecherin Karoline Leavitt am Mittwoch vor Journalisten. Donald Trump habe „ganz klar“ deutlich gemacht, „dass er von unseren Partnern in der Region, vor allem von Ägypten und Jordanien, erwartet, palästinensische Flüchtlinge vorübergehend aufzunehmen, sodass wir ihre Wohnungen wieder aufbauen können“, sagte Leavitt. Der Gazastreifen sei derzeit ein „Abrissgebiet. Das ist kein Ort, an dem Menschen leben können“. Zudem werde Washington sich nicht an der Finanzierung für den Wiederaufbau des Gazastreifens beteiligen, betonte Leavitt.

Auf die Frage, ob er Optionen für die Entsendung von Truppen in den Gazastreifen bearbeite, sagte Verteidigungsminister Pete Hegseth am Mittwoch, das Washington freue sich „auf die Zusammenarbeit mit unseren Verbündeten, unseren Partnern, sowohl diplomatisch als auch militärisch, um alle Optionen zu prüfen“.

Trumps Vorstoß zur Zwangsumsiedlung der Palästinenser hatte weltweit eine Welle der Empörung ausgelöst. Die UNO, mit den USA verbündete Staaten, zahlreiche arabische Staaten und Palästinenservertreter wiesen die Pläne scharf zurück. (mit AFP)

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