USA

Trumps Militärparade in den USA: Mann bei Gegen-Demo versehentlich erschossen

Die Militärparade, die auf das gleiche Datum wie der Geburtstag des US-Präsidenten fiel, wurde in den USA von zahlreichen Gegendemonstrationen begleitet. Dabei kam es zu einem Zwischenfall.

3 Min
Demonstranten versammelten sich am Samstag in mehreren US-Städten, um gegen US-Präsident Donal Trump und die Militärparade zu demonstrieren, die zeitgleich in Washington stattfand.

Demonstranten versammelten sich am Samstag in mehreren US-Städten, um gegen US-Präsident Donal Trump und die Militärparade zu demonstrieren, die zeitgleich in Washington stattfand.

© Ringo Chiu/AFP

Nach der Militärparade zum 250. Bestehen des US-Militärs ist bekannt geworden, dass bei einer Gegendemonstration am Samstag ein Passant offenbar versehentlich getötet wurde. Ein Mann, von dem US-Medien berichten, dass er zu einem sogenannten Friedensteam für die „No Kings“-Demonstration in Salt Lake City gehörte, schoss Medienberichten zufolge auf eine Person, die mit einem Gewehr auf die Demonstranten gezielt hatte und traf dabei sowohl den Schützen als auch einen Passanten, der nach Polizeiangaben später im Krankenhaus starb, so die Behörden am Sonntag.

Die Polizei nahm den mutmaßlichen Schützen, einen 24-Jährigen, am Samstagabend wegen Mordverdachts in Gewahrsam, wie der Polizeichef von Salt Lake City am Sonntag auf einer Pressekonferenz sagte. Der Unbeteiligte, der getötet wurde, war ein 39-jähriger Mann. Die Ermittler wissen demnach noch nicht, warum der 24-Jährige ein Gewehr gezogen hatte und vor den Friedenswächtern weglief, aber sie beschuldigten ihn laut der Nachrichtenagentur AP, die gefährliche Situation geschaffen zu haben, die zum Tod des Unbeteiligten führte.

Die Militärparade, die auf das gleiche Datum wie der Geburtstag des US-Präsidenten Donald Trump fiel, wurde am Samstag in den USA von Gegendemonstrationen in verschiedenen US-Städten und Kritik im Netz begleitet. Am Sonntagabend stichelte auch Trumps ehemaliger Berater Elon Musk in seinem Onlinedienst X gegen die Parade. Er postete ein Video einer geglückten Landung der Starship-Rakete seines Raumfahrtunternehmens SpaceX und schrieb dazu in Anlehnung an das Motto der Gegenproteste „No Kings“: „Keine Götter oder Könige, nur Menschen“.

Urteil zu Militärparade im Netz vernichtend

Bei der Parade in der US-Hauptstadt Washington hatten die Zuschauer am Samstag weitgehend still verfolgt, wie Tausende Soldaten und dutzende Militärfahrzeuge vorüberziehen, während US-Präsident Donald Trump von der Ehrentribüne salutierte. Viele Menschen trugen nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP rote Kappen mit Trumps Parole „Make America Great Again“, andere waren dem Präsidenten gegenüber offenbar auch kritischer eingestellt. „Ich bin kein Fan von Trump, sondern ein Fan der Armee“, sagte etwa der 24-jährige Andrew Smith gegenüber der AFP.

Die Kommentare zahlreicher Nutzer in den sozialen Medien nach der Parade fielen derweil vernichtend aus. Einer schrieb: „Trumps traurige Militärparade bestand aus leeren Tribünen und alten Panzern, die quietschend durch völlige Stille rollten. Ein totaler Fail.“ Ein anderer kommentierte: „Trumps kleine Parade entpuppte sich als 40 Millionen Dollar teures, vom Steuerzahler finanziertes Desaster.“

Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: briefe@berliner-zeitung.de

Lesen Sie mehr zum Thema