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Verkehrssicherheit

Berlin: Jedes fünfte Auto fiel 2022 durch den TÜV

In Berlin fielen 20,3 Prozent der Autos durch, weil sie teilweise komplett verkehrsunsicher waren. In Brandenburg lag die Quote etwas höher.

Team News dpa/BLZ
3 Min
Über 20 Prozent der Autos in Berlin und Brandenburg fielen 2022 durch den TÜV. 

Über 20 Prozent der Autos in Berlin und Brandenburg fielen 2022 durch den TÜV. 

© Julian Stratenschulte/dpa

In Berlin und Brandenburg ist im vergangenen Jahr jeweils gut jedes fünfte Auto durch die Hauptuntersuchung – auch TÜV genannt – gefallen. Ganz ohne beanstandete Mängel schaffen es in beiden Bundesländern jeweils rund zwei Drittel der Fahrzeuge durch die Überprüfung. Darauf deuten aktuelle Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes zu den regelmäßigen Hauptuntersuchungen hin, die die Deutsche Presse-Agentur ausgewertet hat.

Demnach fielen in Berlin 20,3 Prozent der untersuchten Autos durch, weil sie entweder komplett verkehrsunsicher waren oder erhebliche oder gefährliche Mängel aufwiesen. In Brandenburg lag die Quote bei 20,8 Prozent. Damit lagen beide Bundesländer in etwa auf dem bundesweiten Niveau von 20,7 Prozent. Gar keine Mängel fanden die Automechaniker bei 66 Prozent (Berlin) beziehungsweise 63,3 Prozent (Brandenburg).

Zwei Drittel der Autos kommen ohne Beanstandung durch TÜV

Insgesamt kamen im vergangenen Jahr in der Hauptstadt rund 560.250 Autos zur Hauptuntersuchung. Im benachbarten Bundesland waren es den KBA-Zahlen zufolge rund 685.400.

Insgesamt sank der Anteil durchgefallener Autos bei der regelmäßigen Hauptuntersuchung vergangenes Jahr leicht. Insgesamt wiesen bundesweit 20,7 Prozent der 2022 geprüften Pkw erhebliche oder gefährliche Mängel auf oder waren verkehrsunsicher, wie aus aktuellen Daten des Kraftfahrt-Bundesamtes hervorgeht. 2021 waren es noch 20,9 Prozent, vor zwei Jahren 21,1 Prozent.

Ein weiteres Achtel (12,5 Prozent) der Autos hatte vergangenes Jahr geringe Mängel. Das waren 0,3 Prozentpunkte mehr als in den beiden Vorjahren. Komplett ohne Beanstandung kamen gut zwei Drittel (66,9 Prozent) der Autos durch die Hauptuntersuchung.

Auto-Durchschnittsalter steigt

Der Rückgang ist auch deswegen bemerkenswert, weil das Durchschnittsalter der Autos auf deutschen Straßen steigt und die Durchfallerquote mit dem Alter zunimmt. Bei Autos bis 3 Jahren lag sie bei 4,3 Prozent, bei Fahrzeugen mit mehr als neun Jahren sind es 30,2 Prozent. Auf diese Kategorie entfallen in der KBA-Statistik knapp 54 Prozent der 21,7 Millionen Hauptuntersuchungen im vergangenen Jahr und mehr als 78 Prozent der Durchfaller.

Als komplett verkehrsunsicher wurden 2022 nur 11.900 Autos eingestuft. Das waren 0,05 Prozent der vorgeführten Wagen. Sie dürfen dann nicht mehr aus eigener Kraft vom Hof fahren, wie ein Sprecher des TÜV-Süd erklärte. Gefährliche Mängel entdeckten die Prüfer bei rund 116.300 Autos – das ist ein halbes Prozent. Diese Fahrzeuge dürfen danach nur noch nach Hause oder in die Werkstatt gebracht werden und müssen nach der Reparatur zur Nachuntersuchung.

Motorräder fallen seltener beim TÜV durch

Erhebliche Mängel gab es bei 4,37 Millionen Autos beziehungsweise 20,1 Prozent. Diese Fahrzeuge dürfen noch gefahren werden, müssen dem Sprecher zufolge aber „unverzüglich“ repariert und ebenfalls zur Nachuntersuchung gebracht werden.

Die geringsten Durchfallerquoten finden sich laut KBA-Zahlen in Sachsen mit 18 Prozent, Thüringen mit 18,1 und Sachsen-Anhalt mit 18,3. Die höchsten in Schleswig-Holstein mit 26,1 Prozent, Bremen mit 25,5 und Hamburg mit 25,2.

Deutlich besser in Schuss als Autos sind Motorräder. In der Kategorie Krafträder fielen vergangenes Jahr nur 8,1 Prozent durch, bei 88,5 Prozent wurden keine Mängel festgestellt.

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