Rekordschätzung

Tyrannosaurus Rex „Gus“ wird versteigert: Museen verärgert

Mit einer vorherigen Rekordschätzung kommt das Dinosaurier-Fossil eines T-Rex aus South Dakota unter den Hammer. Forscher kritisieren jedoch den Verkauf an private Sammler.

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Das Fossil von T-Rex „Gus“ könnte für eine Rekordsumme einen neuen Besitzer finden.

Das Fossil von T-Rex „Gus“ könnte für eine Rekordsumme einen neuen Besitzer finden.

© Nancy Kaszerman/imago

Das Auktionshaus Sotheby's versteigert am Dienstag in New York eines der vollständigsten je gefundenen Skelette eines Tyrannosaurus Rex. Der auf den Namen „Gus“ getaufte Dinosaurier soll zwischen 20 und 30 Millionen US-Dollar einbringen – die höchste Vorab-Schätzung, die je für ein Dinosaurierfossil aufgerufen wurde. Das teilte das Auktionshaus mit.

Das rund 67 Millionen Jahre alte Skelett wurde im Jahr 2021 auf einer Rinderfarm im US-Bundesstaat South Dakota entdeckt und ist nach dem verstorbenen Landbesitzer Gary „Gus“ Licking benannt. Die Ausgrabung und Präparation durch das Unternehmen Theropoda Expeditions dauerte nach Angaben von Sotheby's fast fünf Jahre.

Laut Auktionshaus umfasst das T-Rex-Fossil 183 Knochenelemente und ist zu rund 61 Prozent vollständig. Der Schädel sei zu 82 Prozent erhalten, das Tier habe eine Länge von etwa 11,50 Metern und eine Höhe von 3,80 Metern erreicht. Cassandra Hatton, bei Sotheby's zuständig für Naturgeschichte, sagte, das Skelett weise Bissspuren und verheilte Knochenbrüche auf, die Rückschlüsse auf das Leben des Tieres zuließen.

Der Kopf von Dinosaurier „Gus“ ist fast vollständig erhalten.

Der Kopf von Dinosaurier „Gus“ ist fast vollständig erhalten.

© Timothy A. clary/AFP

Wegen Auktion: Museen sehen sich verdrängt

Der bisherige Rekord für ein Dinosaurierfossil liegt bei 44,6 Millionen Dollar. Für diese Summe hatte der Gründer des Hedgefonds Citadel, Kenneth Griffin, 2024 bei Sotheby's das Stegosaurus-Skelett „Apex“ ersteigert. Das Exemplar ist derzeit als Leihgabe im American Museum of Natural History in New York zu sehen.

Susannah Maidment, Dinosaurierforscherin am Natural History Museum in London, kritisierte gegenüber der BBC die Preisentwicklung. Viele Museen könnten sich bedeutende Fossilien nicht mehr leisten. „Es gibt keinen Ersatz für das echte Fossil“, sagte sie.

Führende Fachzeitschriften akzeptierten zudem keine Studien an Exemplaren aus Privatsammlungen, da der Zugang für andere Wissenschaftler nicht gesichert sei.

Hatton verteidigte die Verkäufe. Der Preis spiegele den Aufwand der Bergung wider. Viele Ausgräber seien nicht wohlhabend und müssten eigenes Geld investieren, sagte sie. Der erste bei Sotheby's versteigerte T. Rex „Sue“ hatte im Jahr 1997 rund 8,4 Millionen Dollar erzielt und steht heute im Field Museum in Chicago.

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