Rettungskräfte in Laos sind nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters bis auf weniger als 20 Meter an den vermuteten Aufenthaltsort von sieben in einer Höhle eingeschlossenen Menschen herangekommen. Helfer hätten innerhalb eines Tages 15 Meter Sand und Geröll beiseitegeräumt, berichtete Reuters am Dienstag unter Berufung auf den Leiter des Einsatzes.
Die sieben Menschen waren laut Reuters am vergangenen Mittwoch in eine Höhle in der zentralen Provinz Xaisomboun gestiegen. Nach Angaben des staatlichen Mediums Lao Phattana News wurden sie nach starkem Regen durch einen Erdrutsch eingeschlossen. Laut Reuters erklärte die lokale Rettungsgruppe Laos Rescue Volunteer for People, die sieben seien auf der Suche nach Gold in die Höhle gegangen.
Ein thailändisches Rettungsteam schloss sich dem Einsatz am Sonntag an. Sein Leiter Kengkard Bongkawong schrieb laut Reuters am Montag in sozialen Medien, der Erfolg sei aus seiner Sicht nicht mehr weit entfernt. Nach Kengkards Angaben hatten sie sich einem unter Wasser liegenden Schacht genähert, der zu den Eingeschlossenen führen könnte.
Wasser und enge Passagen behindern Einsatz
Die staatliche laotische Nachrichtenagentur KPL berichtete am Dienstag, dass Tauchteams in einem Bereich suchen, in dem die Eingeschlossenen vermutet werden. Dabei handele es sich um eine erhöhte Stelle innerhalb der Höhle, wo noch Luft vorhanden sein soll. Parallel versuchten andere Einsatzkräfte, so viel Wasser wie möglich aus der Höhle zu pumpen.
Nach KPL-Angaben stehen am Einsatzort Krankenwagen, Notfallfahrzeuge, medizinische Ausrüstung und Personal bereit. Behörden der Provinz, des Distrikts und der Dörfer sowie Polizei, Militär und Einwohner unterstützten demnach die Versorgung der Rettungsteams.
Der Sender Thai PBS World berichtete unter Berufung auf einen beteiligten Helfer, steigendes Wasser, enge Stellen in der Höhle und schwieriges Gelände behinderten den Einsatz. Rettungskräfte müssten demnach bis zu zwei Stunden durch bergiges Gelände zum Höhleneingang laufen. Deshalb müssten Helfer nahe am Höhleneingang bleiben, statt zwischen Einsatzstelle und Unterkunft zu pendeln.
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