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Ukrainekrieg

Ukraine bestätigt Teilnahme an nächstem Treffen mit Russland, USA nicht dabei

Am Montag soll in Istanbul ein zweites direktes Treffen zwischen russischen und ukrainischen Vertretern stattfinden. Noch fehlt Kiew jedoch das „Memorandum“ aus Moskau.

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Russland und die Ukraine hielten am 16. Mai erstmals eine direkte Verhandlung über den Ukrainekrieg in der Türkei ab.

Russland und die Ukraine hielten am 16. Mai erstmals eine direkte Verhandlung über den Ukrainekrieg in der Türkei ab.

© imago

Die Ukraine will an den nächsten direkten Gesprächen mit Russland über die Beendigung des Krieges teilnehmen. Das gab der Chef des Präsidialamtes der Ukraine, Andrij Jermak, laut der ukrainischen Nachrichtenagentur RBC am Freitag bekannt. Ihm zufolge möchte die Ukraine eine konstruktive Diskussion führen. Zunächst sei dafür jedoch wichtig, vor der nächsten Gesprächsrunde ein „Memorandum“ von der russischen Delegation zu erhalten. Moskau hatte Kiew kürzlich vorgeschlagen, am Montag, dem 2. Juni, in Istanbul zu einer zweiten Runde der Waffenruhegespräche zusammenzukommen.

In einer Pressekonferenz mit dem türkischen Außenminister drängte derweil auch der ukrainische Chefdiplomat Andriy Sybiha auf ein Memorandum: „Damit das nächste geplante Treffen inhaltlich und objektiv verlaufen kann, ist es wichtig, das Dokument im Voraus zu erhalten, damit die teilnehmende Delegation die Autorität hat, die relevanten Positionen zu diskutieren“, so Sybiha. Weiter stellte er laut türkischen Medienberichten ein künftiges Treffen zwischen dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan mit US-Präsident Donald Trump, dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj für Gespräche über einen Waffenstillstand in der Ukraine in den Raum.

Aus den USA heißt es derweil laut einem Bericht des Atlantic, es sei keine Teilnahme einer Delegation an den am Montag bevorstehenden Gesprächen geplant.

Memorandum vorenthalten? Selenskyj wirft Russland weitere Täuschung vor

Am Donnerstag hatte Selenskyj Russland vorgeworfen, sein Versprechen nicht eingehalten zu haben, ein eigenes Memorandum an die Ukraine, die USA oder die Türkei zu übermitteln. Trotz der Ankündigung, man habe mehr als eine Woche an dem Text gearbeitet, sei das Dokument bislang bei keiner der beteiligten Parteien eingegangen. „Nicht einmal die Türkei, die das erste Treffen ausgerichtet hat, hat eine neue Agenda erhalten – obwohl das Gegenteil zugesagt wurde, vor allem gegenüber den USA und Präsident Trump“, kritisierte Selenskyj.

Er sprach von einer weiteren „Täuschung“ Moskaus und warf der russischen Seite vor, gezielt den Eindruck zu erwecken, die Gespräche seien bedeutungslos. Dies sei ein weiteres Argument dafür, den Sanktionsdruck auf Russland zu erhöhen.

Delegationen aus Russland und der Ukraine hatten am 16. Mai erstmals seit mehr als drei Jahren direkte Gespräche geführt. Das Treffen in der türkischen Metropole Istanbul endete ohne Annäherung in der Frage einer Waffenruhe. Allerdings wurde ein großer Gefangenenaustausch vereinbart, der mittlerweile abgeschlossen ist.

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