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Ukraine-Krieg

„Historisches Treffen“: EU-Außenminister kommen in Kiew zusammen

Alle Außenminister der 27 EU-Staaten sind am Montag nach Kiew gereist. So eine große Gruppe von Ministern ist noch nie in die ukrainische Hauptstadt gekommen.

Team News AFP/BLZ
2 Min
EU-Außenbeauftragter Josep Borrell und Präsident Wolodymyr Selenskyj

EU-Außenbeauftragter Josep Borrell und Präsident Wolodymyr Selenskyj

© President Of Ukraine/APA Images/dpa

Die Außenminister der 27 EU-Mitgliedsstaaten sind am Montag zu einer Sondersitzung in der ukrainischen Hauptstadt Kiew zusammengekommen. Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell sprach im Onlinedienst X (vormals Twitter) von einem „historischen Treffen“, bei dem es darum gehe, „unsere Solidarität und unsere Unterstützung für das ukrainische Volk auszudrücken“. Es sei die erste Zusammenkunft aller 27 Außenminister außerhalb der EU, verdeutlichte Borrell die Bedeutung des Treffens.

Treffen der Außenminister in Kiew: Darum ist das Treffen so besonders

Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba sprach bei einem gemeinsamen Pressestatement mit Borrell ebenfalls von einem „historischen Ereignis“. Es handele sich um das erste Treffen des Auswärtigen Rats außerhalb der EU und um ein Treffen „innerhalb der künftigen Grenzen der Europäischen Union“, sagte Kuleba.

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) meldete sich am Montag ebenfalls aus Kiew. Im Onlinedienst X veröffentlichte sie ein Foto der ukrainischen Hauptstadt mit dem Zusatz: „Guten Morgen, Kiew!“

Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine hat die EU der Ukraine im vergangenen Jahr den Status eines EU-Beitrittskandidaten verliehen. Zu den Auflagen für einen Beitritt gehört unter anderem die Bekämpfung der Korruption.

Außenminister Kuleba äußerte sich am Rand des Treffens auch zur Parlamentswahl im EU-Mitgliedsland Slowakei am Wochenende, bei der die Partei des prorussischen Ex-Regierungschefs Robert Fico gewonnen hat. „Wir respektieren die Wahl des slowakischen Volkes“, sagte Kuleba. Es sei noch „zu früh“ zu sagen, inwiefern das Wahlergebnis die Haltung der Slowakei beeinflussen werde, fügte er hinzu.

Fico hatte im Wahlkampf angekündigt, der Ukraine künftig keine Militärhilfe mehr leisten und die Beziehungen zu Russland verbessern zu wollen. Die Slowakei gehört bisher, im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt, zu den größten Unterstützern Kiews seit Beginn des russischen Angriffskrieges.

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