Die polnische Staatsanwaltschaft soll Ermittlungen gegen den ehemaligen deutschen Bundeskanzler Gerhard Schröder eingeleitet haben. Das geht aus einem Bericht des polnischen Radiosenders RMF hervor. Bei den Ermittlungen geht es demnach um die Frage, welche Rolle Schröder bei den Vorbereitungen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine gespielt haben könnte.
Nach Angaben von RMF-Reportern hat die polnische Staatsanwaltschaft „einen Hinweis auf eine mögliche Straftat von Gerhard Schröder erhalten“. Untersucht werde, ob Schröder seine Spitzenpositionen in russischen Energiekonzernen genutzt habe, um Druck auf die EU und die Ukraine auszuüben. In der Mitteilung werde zudem darauf hingewiesen, dass sich Schröder trotz des unrechtmäßigen Einmarsches nicht vom Kreml distanziert hat und weiterhin Positionen in russischen Energieunternehmen innehatte.
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Bericht: Ermittlungen wohl in Absprache mit der Ukraine
In dem Beitrag hieß es weiter, dass die Ermittlungen in Absprache mit der Ukraine erfolgen würden. Bislang seien fast 2000 Zeugen befragt worden. Eine öffentliche Erklärung zu möglichen Untersuchungen gibt es bislang nicht.
Gerhard Schröder gilt als langjähriger Freund des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Er hatte sich auch nach der Invasion Russlands in der Ukraine zunächst nicht aus seinen Spitzenpositionen bei der Nord Stream AG und dem russischen Energiekonzern Rosneft zurückgezogen.
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