Die ukrainische Stadt Odessa ist erneut von schweren russischen Angriffen getroffen worden. Wie der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Montag mitteilte, seien bei den Angriffen mit ballistischen Raketen mindestens zehn Menschen getötet worden. Vorläufigen Angaben zufolge gab es bei dem Angriff am Montag zudem 43 Verletzte, darunter vier Kinder, wie der staatliche Rettungsdienst mitteilte. Zunächst war die Zahl der Toten mit acht angegeben worden. Zudem seien ein Wohnblock, eine Universität und ein Verwaltungsgebäude beschädigt worden.
„Dies sind keine willkürlichen Schläge – es sind demonstrative Schläge. Nach Anrufen und Treffen mit Putin, nach all dem falschen Gerede in den Medien über einen angeblichen ‚Verzicht‘ auf Schläge“, schrieb Selenskyj im Onlinedienst Telegram. Russland zeige, woran es wirklich interessiert sei: „nur am Krieg“, so Selenskyj weiter.
Videos, die am Montagmittag in den sozialen Medien kursierten, zeigten brennende Autos, aufsteigenden Rauch und beschädigte Gebäude in der ukrainischen Stadt am Schwarzen Meer.
Schwere Angriffe auf die gesamte Ukraine bereits am Sonntag
Erst am Vortag hatte die Ukraine massive Angriffe aus Russland gemeldet. Dabei sei vor allem die Energie-Infrastruktur attackiert worden, teilte der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha am Sonntag mit. Unzählige Raketen und Drohnen tauchten demnach allein am Himmel über Kiew auf. Reporter der Nachrichtenagentur AFP hörten am frühen Morgen in der Hauptstadt mehrere Explosionen, mehr als 20 Menschen wurden nach Behördenangaben durch den Beschuss verletzt. Im gesamten Land seien mindestens acht Menschen getötet worden, zwei davon auch in Odessa.
Das Nachbarland Polen hatte wegen der massiven Angriffe am Sonntag Kampfjets aufsteigen lassen. Zudem kam es in der Ukraine zu massiven Stromausfällen. Am Montag galten daraufhin im ganzen Land Beschränkungen bei der Stromversorgung. (mit AFP)
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