Die Nachricht kam nicht überraschend: Wladimir Putin wird an den angekündigten Friedensgesprächen in Istanbul nicht teilnehmen. Deutlich bemerkenswerter als Putins Abwesenheit ist aber die gezielte Herabstufung der russischen Delegation. Offenbar werden entgegen früheren Meldungen weder Außenminister Sergej Lawrow noch der außenpolitische Berater des Präsidenten Juri Uschakow an den Gesprächen beteiligt sein. Stattdessen entsendet der Kreml eine Auswahl an Funktionären, deren politisches Gewicht kaum über das technokratische Minimum hinausgeht. Das signalisiert keinen ernstzunehmenden diplomatischen Willen, sondern kalkulierte Geringschätzung des Formats.
Analyse
Ukrainekrieg: Putin kommt nicht nach Istanbul, Trump sitzt damit in der Falle
Dass Putin nicht persönlich zu den Gesprächen nach Istanbul anreist, hat strategische Gründe. Eine Analyse.
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Dieses von der staatlichen russischen Nachrichtenagentur RIA Novosti via AP veröffentlichten Foto zeigt Russlands Präsident Wladimir Putin während er im Großen Palast des Kremls nach den Feierlichkeiten zum 80. Jahrestag des Sieges der Sowjetunion über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg zu Journalisten spricht.
© RIA Novosti/AP