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Ukrainekrieg

Russlands Verteidigungsminister zu Besuch in Nordkorea

Der russische Verteidigungsminister ist zu einem unangekündigten Besuch in Nordkorea eingetroffen. Der Ukrainekrieg dürfte eines der Gesprächsthemen sein.

Katerina Alexandridi Katerina Alexandridi/AFP
3 Min
Russlands Verteidigungsminister Andrej Beloussow ist zu Besuch in Nordkorea eingetroffen.

Russlands Verteidigungsminister Andrej Beloussow ist zu Besuch in Nordkorea eingetroffen.

© TASS

Russlands Verteidigungsminister Andrej Beloussow ist am Freitag zu einem Besuch in Nordkorea eingetroffen, wie das Ministerium in einer auf Telegram veröffentlichten Erklärung bestätigte. Beloussow werde sich mit nordkoreanischen Vertretern aus den Bereichen Militär und Militärpolitik treffen, hieß es in der Erklärung. Den Angaben zufolge wurde Beloussow von seinem nordkoreanischen Kollegen No Kwang Chol in Pjöngjang empfangen.

Russland und Nordkorea haben ihre militärischen Beziehungen seit dem Ausbruch des russischen Angriffskrieges in der Ukraine verstärkt. Beide Länder hatten im Juni ein Abkommen über eine strategische Partnerschaft unterzeichnet. Dieses sieht vor, dass sich die Länder im Falle eines Angriffs gegenseitig Unterstützung leisten. Zudem umfasst es eine Zusammenarbeit gegen die westlichen Sanktionen.

Die USA, die Ukraine und Südkorea haben Nordkorea vorgeworfen, Soldaten nach Russland geschickt zu haben, um an der Seite der russischen Armee gegen die ukrainischen Streitkräfte zu kämpfen. Südkoreanische Regierungsvertreter hatten vergangene Woche behauptet, dass Russland im Gegenzug Treibstoff und Flugabwehrraketen an Nordkorea geliefert und Wirtschaftshilfe geleistet habe.

Sowohl Nordkorea als auch Russland unterliegen UN-Sanktionen – Pjöngjang wegen seines Atomwaffenprogramms, Moskau wegen seines Krieges in der Ukraine.

Poroschenko, Saluschnyj: Der Dritte Weltkrieg hat begonnen

Zuletzt hatten der ehemalige Präsident der Ukraine Pedro Poroschenko und der Ex-Armeechef Walerij Saluschnyj für Schlagzeilen gesorgt, nachdem sie unter anderem auf die angebliche Beteiligung nordkoreanischer Truppen an dem Ukrainekrieg verwiesen hatten, um zu erklären, dass der Dritte Weltkrieg begonnen habe. „Artilleriegranaten aus Nordkorea und dem Iran werden an die russischen Truppen geliefert, weil sie keine eigenen mehr haben“, behauptete Poroschenko. Nordkoreanische Soldaten würden ihm zufolge in die Ukraine geschickt, um Kampferfahrung zu sammeln, um dann in Südostasien eingesetzt zu werden und „die Welt zu erpressen“.

Nach Angaben der USA und der Ukraine sind mehr als 10.000 nordkoreanische Soldaten in der russischen Grenzregion Kursk stationiert, um Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine zu unterstützen. Weder Moskau noch Pjöngjang haben die Berichte dementiert. Zudem hatte Nordkorea Anfang des Monats erstmals bestätigt, dass es Russland in seinem Angriffskrieg in der Ukraine unterstützt, ohne jedoch zu sagen, worin diese Hilfe besteht.

US-Verteidigungsminister Lloyd Austin räumte allerdings am Samstag ein, dass er bislang keine „nennenswerten Berichte“ darüber gesehen habe, dass nordkoreanische Soldaten „aktiv an Kampfhandlungen beteiligt“ seien.

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