Das Gespräch des US-Sondergesandten Steve Witkoff mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin ist nach Angaben des Kreml „sehr positiv“ verlaufen. Russlands Regierung bezeichnete das Treffen als äußerst nützlich und stellte fest, dass dies ein „sehr guter, zuverlässiger Kanal für die Kommunikation von Positionen“ zwischen Putin und Trump sei.
Es sei bei dem dreistündigen Gespräch auch um einen Ukraine-Deal gegangen, meldete die russische Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf Putins außenpolitischen Berater Juri Uschakow. Es sei zudem über „die Möglichkeit einer Wiederaufnahme direkter Verhandlungen zwischen Vertretern der Russischen Föderation und der Ukraine“ besprochen worden. Russland hatte sich dazu bereiterklärt, verlangt aber, dass ein Dekret des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj aufgehoben wird, das solche direkten Gespräche verbietet.
Die USA veröffentlichten keine Details zu den Gesprächen, doch Präsident Donald Trump erklärte anschließend, die Bemühungen um ein Friedensabkommen zwischen beiden Seiten liefen „reibungslos“. Selenskyj forderte unterdessen die Verbündeten auf, mehr Druck auf Russland auszuüben, und machte Moskau dafür verantwortlich, dass es einem zuvor von den USA angebotenen vorübergehenden Waffenstillstand nicht zugestimmt habe.
Steve Witkoff traf auch Kirill Dmitrijew
Witkoff hatte zuvor Gespräche mit dem Unterhändler des russischen Präsidenten, Kirill Dmitrijew, geführt. Trumps Sondergesandter war am frühen Freitagmorgen in Moskau eingetroffen. Dabei handelte es sich um seine vierte Russland-Reise seit Februar.
Trump drängt seit Monaten auf ein schnelles Ende des Ukrainekriegs und fordert eine schnelle Waffenruhe, die Putin bislang jedoch ablehnte. Am Freitag vergangener Woche drohte Trump mit dem Rückzug der USA aus den Ukraine-Verhandlungen, sollten Kiew oder Moskau die Gespräche „sehr schwierig“ machen. Am Donnerstag, nachdem bei russischen Angriffen auf Kiew zwölf Menschen getötet worden waren, schrieb Trump in den sozialen Medien: „Wladimir, STOP!“ und fügte hinzu: „Lasst uns den Friedensvertrag abschließen!“
Lawrow: Russland „bereit“ zu Ukraine-Abkommen
Zuvor hatte Russlands Außenminister Sergej Lawrow erklärt, dass Moskau „bereit“ zu einem Abkommen über die Beendigung des Ukrainekrieges sei. US-Präsident Donald Trump „spricht von einem Abkommen und wir sind bereit, ein Abkommen zu schließen“, sagte Lawrow in einem am Donnerstag (Ortszeit) auszugsweise veröffentlichten Interview mit dem US-Sender CBS. Angesichts schwerer russischer Luftangriffe auf die ukrainische Hauptstadt Kiew hatte Trump zuvor den russischen Präsidenten Wladimir Putin direkt aufgefordert, die Bombardierungen einzustellen.
Über den US-Präsidenten sagte Lawrow in dem CBS-Interview, Trump sei „wahrscheinlich der einzige Anführer auf der Welt, der die Notwendigkeit erkannt“ habe, „die Ursachen dieser Situation anzugehen“. Trump habe aber „die Elemente des Abkommens nicht genau erklärt“.
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