Donald Trumps Sondergesandter für die Ukraine, Keith Kellogg, wird einem Bericht zufolge auf der Münchener Sicherheitskonferenz einen Plan zur Beendigung des dreijährigen Krieges in der Ukraine vorstellen. In einem Gespräch mit Newsmax sagte Kellogg am Mittwochabend, er werde auf seiner Reise nach Deutschland Gespräche mit europäischen Staats- und Regierungschefs führen und Trump danach Bericht erstatten. Er werde den Plan nicht öffentlich vorstellen, da dies Trump obliegt.
Beamte, die in die Reise von Kellogg involviert sind, hätten dem Nachrichtenportal Bloomberg das Vorhaben bestätigt. Einige Elemente von Trumps Friedensplan seien demnach, dass der Konflikt möglicherweise eingefroren wird und die von den russischen Streitkräften besetzten Gebiete in der Schwebe bleiben. Gleichzeitig sollen der Ukraine Sicherheitsgarantien gegeben werden, die sicherstellen, dass Moskau nicht erneut angreifen kann. Darüber hatten bereits einige Medien zuvor übereinstimmend berichtet.
Russland ist für Verhandlungen mit der Ukraine bereit
Trump hatte Moskau mit weiteren Sanktionen gedroht, falls es sich nicht auf Friedensgespräche mit Kiew einlässt. Sowohl der russische Präsident Wladimir Putin als auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hätten Berichten zufolge angedeutet, dass sich ihre frühere Weigerung, miteinander zu reden, geändert habe. Ebenfalls am Mittwoch kündigte der Kreml an, engere Kontakte zu den USA pflegen zu wollen, um über ein Ende des Krieges zu sprechen. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow sagte, Russland sei zu Verhandlungen bereit.
Noch im Februar wird Kellogg nach Inforationen von Bloomberg wohl seine erste Reise nach Kiew und in andere Länder der Europäischen Union unternehmen. In der Ukraine wird er voraussichtlich mit Selenskyj Gespräche führen, hieß es. Unterdessen plane der ukrainische Staatschef nach der Münchner Konferenz, in mehrere Länder der Golfregion zu reisen. Ein Sprecher im Büro des ukrainischen Präsidenten wollte das auf Anfrage von Bloomberg nicht kommentieren.
Kellogg hatte erst am vergangenen Wochenende bei einem Interview mit Reuters gesagt, dass die neue US-Regierung will, dass in der Ukraine noch in diesem Jahr Präsidentschafts- und Parlamentswahlen abgehalten werden - insbesondere im Falle eines Waffenstillstandsabkommens mit Russland. Wahlen „müssen durchgeführt werden“, betonte Kellogg. „Die meisten demokratischen Nationen führen in Kriegszeiten Wahlen durch. Ich denke, es ist wichtig, dass sie das tun“, fügte er hinzu. „Ich denke, das ist gut für die Demokratie. Das ist das Schöne an einer soliden Demokratie: Es gibt mehr als eine Person, die kandidieren könnte.“
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