Neue deutsche Literatur

Internetfee verteilt Blitze: Schräg und verspielt ist Ulrike Sterblichs Roman „Drifter“

Die Freunde Wenzel und Killer, Medienkritik, Soap und eine fabelhafte Utopie machen dieses Buch so angenehm verrückt.

Judith von Sternburg
4 Min
Ulrike Sterblich

Ulrike Sterblich

© Dorothea Tuch/Rowohlt Verlag/dpa

Geringfügige Irritationen begleiten das Leben. Die Frage, ob er schon einmal bei einem Pferderennen gewesen ist, kann Wenzel Zahn nicht so leicht beantworten. Zu viele Bilder von Pferderennen hat er gesehen, ist vielleicht doch „erlebte Erinnerung“ dabei? Er denkt sich nichts dabei, während er auf dem Weg zur Rennbahn ist. Im Zug fällt ihm eine Frau in einem goldenen Kleid und mit einem zotteligen Hund auf, sie liest – Hammer – in einem Buch seines Lieblingsautors K:B Drifter. Aber von „Elektrokröte“, so der Titel, hat Wenzel Zahn noch nie gehört. Und was macht die Frau ihm beim Aussteigen für ein Zeichen mit dem Finger, soll das ein Blitz sein?

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