Arbeitswelt

Studie: Diese Vorlieben haben Bewerber bei der Arbeitssuche

Früher war es unabdinglich, heute nicht mehr in allen Stellenanzeigen gewünscht: das Anschreiben. Einige Bewerber verprellt es sogar, zeigt eine Umfrage.

Team News dpa/BLZ
2 Min
Verschlimmert dies den Fachkräftemangel? Jeder Dritte bricht seinen Bewerbungsprozess ab, weil ein Anschreiben gefordert wird.

Verschlimmert dies den Fachkräftemangel? Jeder Dritte bricht seinen Bewerbungsprozess ab, weil ein Anschreiben gefordert wird.

© Christin Klose/dpa

Nicht jeder Bewerber nimmt einen langen Bewerbungsprozess in Kauf. Obwohl der Job vielversprechend klingt, könnte ein Detail für mehr als ein Drittel rasch für Entmutigung sorgen, zeigt eine aktuelle Studie. 

So hat mehr als ein Drittel (34 Prozent) sich schon mal gegen eine Bewerbung auf eine eigentlich interessante Stellenanzeige entschieden, weil dafür ein Anschreiben erforderlich war. 32 Prozent bewarben sich nicht, weil ein Link fehlte, über den man sich online bewerben konnte. Das geht aus einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Bilendi im Auftrag der Königsteiner Gruppe hervor. 1026 Beschäftigten wurden befragt, die sich in den letzten zwölf Monaten beworben haben.

Arbeitszeugnisse anheften? Bewerber springen oftmals ab

Doch auch die Bewerbung über ein Bewerbermanagement-System kommt nicht bei allen gut an. War diese vorgesehen, gaben ebenfalls 32 Prozent an, auf eine Bewerbung verzichtet oder den Bewerbungsprozess abgebrochen zu haben. 29 Prozent der Befragten taten dies, weil einer Bewerbung Arbeitszeugnisse beigelegt werden sollten.

Dass kein persönlicher Ansprechpartner in der Stellenanzeige genannt war, hielt mehr als jeden Vierten (27 Prozent) vom Bewerben ab, ein explizit eingefordertes Bewerbungsfoto 28 Prozent. Dabei gilt generell: Verlangen dürfen Unternehmen Bewerbungsfotos rechtlich gesehen nicht.

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