Sanierungen

Umfrage: Hausbesitzer sparen an Modernisierung

Innerhalb von gut 20 Jahren müsste eine zweistellige Millionenzahl von Wohnungen in Deutschland saniert werden, um die erhoffte Klimaneutralität zu erreichen...

dpa
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ARCHIV - Kein Geld für Energieeffizienz: Viele Eigentümer modernisieren derzeit nicht.

ARCHIV - Kein Geld für Energieeffizienz: Viele Eigentümer modernisieren derzeit nicht.

© Martin Schutt/dpa

„Modernisierung“ ist in diesem Fall nicht gleichbedeutend mit energetischer Sanierung, da manche Haus- und Wohnbesitzer ihre Immobilien auch anderweitig erneuern wollten. Doch fallen darunter viele Energiesparprojekte: Laut Umfrage hält es mehr als ein Drittel der Eigentümer (36 Prozent) für dringlich, die Energieeffizienz von Haus oder Wohnung zu verbessern.

Hauptfaktor: Gestiegene Baukosten

Yougov befragte 1023 Hausbesitzer ab 18 Jahren, und zwar ausschließlich solche, die auch selbst in ihrer Immobilie wohnen. Auftraggeber war die Bausparkasse BHW, eine Tochter der zur Deutschen Bank-Gruppe gehörenden Postbank.

Ein Hauptfaktor sind offenkundig die rasant gestiegenen Baukosten: Von denjenigen, die ihre Modernisierungsvorhaben verschieben oder streichen wollen, sagte fast die Hälfte, dass sie das bei niedrigeren Baukosten noch einmal überdenken würden. Abgesehen davon verlangsamt auch der Handwerkermangel die Modernisierung: 45 Prozent der Befragten berichteten über Schwierigkeiten, einen Handwerksbetrieb zu bekommen.

Die Umfrage deckt sich mit Erhebungen unter Wohnungsunternehmen, denen zufolge ein Einbruch der Baukonjunktur zu erwarten ist. Baufachleute warnen schon seit langem, dass die Klimaziele der Bundesregierung im Gebäudebereich kaum zu erreichen sind. In Deutschland gibt es etwa 43 Millionen Wohnungen, von denen ein Großteil nicht auf dem neuesten technischen Stand der Energieeffizienz ist. Offizielles Ziel ist die Klimaneutralität Deutschlands bis 2045.

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