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Migration

Umfrage: Mehrheit der Berliner will weniger Flüchtlinge aufnehmen

Berlin nimmt derzeit zu viele Geflüchtete auf: Laut einer aktuellen Umfrage teilen 57 Prozent diese Ansicht. Warum Offenheit und Hilfsbereitschaft derzeit so sinken.

Christian Gehrke Team News chg
2 Min
Eine Beamtin der Bundespolizei mit geflüchteten Menschen

Eine Beamtin der Bundespolizei mit geflüchteten Menschen

© Robert Michael/dpa

Die Mehrheit der Berliner möchte, dass weniger Flüchtlinge aufgenommen werden als derzeit. 57 Prozent unterstützen diese Aussage. Das ergab die aktuelle Umfrage BerlinTrend von infratest dimap im Auftrag des RBB.  

27 Prozent der Befragten halten es weiterhin für richtig, so viele Menschen aufzunehmen wie bisher. Mehr Geflüchtete als bisher aufzunehmen, unterstützt nur jeder Zehnte.

SPD- und Linken-Wähler beim Flüchtlingsthema gespalten

Besonders viele Anhänger der AfD (92 Prozent) wollen, dass weniger Flüchtlinge aufgenommen werden. Bei der CDU sind es 75 Prozent.  Die SPD ist laut BerlinTrend gespalten: Etwas mehr als die Hälfte (52 Prozent) will weniger Flüchtlinge aufnehmen, 33 Prozent würden so viele aufnehmen wie bisher. 13 Prozent der SPD-Wähler würden mehr als jetzt aufnehmen.

Besonders aufgeschlossen für Migration zeigen sich Grünen-Wähler: Nur 14 Prozent von ihnen wollen weniger Flüchtlinge aufnehmen. Bei den Linken liegt dieser Wert bei 35 Prozent. Und 28 Prozent der Linken-Anhänger sprechen sich dafür aus, mehr Menschen aufzunehmen.

Die Ablehnung von mehr Migration für Berlin wird zum einen mit dem schlecht empfundenen Flüchtlingsmanagement des Senats begründet. Nur jeder Fünfte sagt, dass die Verwaltung die Situation im Griff habe. Zum anderen wächst die Sorge, dass die Integration der Flüchtlinge immer weniger gelinge. 69 Prozent haben laut der Umfrage diese Angst. 27 Prozent hat die Angst vor fehlgeschlagener Integration nicht.   

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