Bundespolitik

Umfrage vor der Bundestagswahl: Noch keine Mehrheit für Koalition

Die Ampelregierung ist kaputt, Deutschland steuert auf Neuwahlen zu. Viele wissen aber laut einer aktuellen Umfrage nicht, welche Regierung sie haben wollen.

Team News AFP/BLZ
2 Min
Die Ampelregierung ist zerbrochen, doch laut einer aktuellen Umfrage gibt in der Bevölkerung noch keine neue Wunsch-Koalition.

Die Ampelregierung ist zerbrochen, doch laut einer aktuellen Umfrage gibt in der Bevölkerung noch keine neue Wunsch-Koalition.

© Michael Kappeler/dpa

Vor einer Neuwahl zum Deutschen Bundestag zeichnet sich laut einer Umfrage unter den Bürgern noch keine klare Mehrheit für eine neue Regierungskoalition ab. Nur ein Drittel der Befragten wünscht sich eine Neuauflage der Großen Koalition aus CDU/CSU und SPD, ergab eine Forsa-Umfrage im Auftrag des Magazins Stern laut Vorabmeldung von Dienstag. Alle anderen genannten Bündnisvarianten sind noch unbeliebter.

Klar ist demnach: Eine deutliche Mehrheit von 70 Prozent möchte, dass die Union an der neuen Regierung beteiligt ist.

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Auffällig seien die Unterschiede nach Parteianhängern, heißt es: Unter Wählern von Union und SPD findet eine neuerliche große Koalition von allen Bündnisvarianten jeweils die größte Zustimmung, unter den SPD-Anhängern befürwortet sie sogar eine Mehrheit. Die größte Gruppe der Grünen-Anhänger (48 Prozent) wünscht sich ein schwarz-grünes Bündnis.

71 Prozent der FDP-Wähler wollen der Umfrage zufolge, dass ihre Partei mit der Union die neue Regierung stellt. Anhänger von AfD und BSW befürworten mehrheitlich andere Regierungsbündnisse nach der Wahl.

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hatte in der vergangenen Woche Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) entlassen, nachdem der Haushalts- und Richtungsstreit in der Ampelkoalition eskaliert war. Außer Bundesverkehrsminister Volker Wissing, der aus der FDP austrat und im Amt blieb, verließen auch die anderen FDP-Minister die Regierung.

Der Bundeskanzler hatte zunächst angekündigt, am 15. Januar die Vertrauensfrage im Bundestag zu stellen, um den Weg für Neuwahlen freizumachen. Der Urnengang hätte dann im März stattgefunden. Scholz zeigte sich am Sonntagabend offen für einen früheren Termin. Dies fordert auch die Union. Bundeswahlleiterin Brand hatte aber vor „unabwägbaren Risiken“ einer frühen Neuwahl gewarnt.

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