Was tun, wenn der Wolf einem gegenübersteht?
Damit habe sich die Stimmung in der Bevölkerung im Vergleich zu Umfragen 2015 und 2018 nicht signifikant verändert, erklärte der Nabu – und das, obwohl die Zahl der Wölfe deutlich gestiegen sei. Erstmals wurden die Menschen gefragt, ob Wölfe in ihrer Region leben. 28 Prozent bejahten dies, 52 Prozent verneinten und 20 Prozent konnten dazu keine Angaben machen. In den Wolfsgebieten sei die Ablehnung der Tiere nur geringfügig höher, hieß es weiter. Hier begrüßten 73 Prozent die Rückkehr des Wolfes.
Dass eine Begegnung mit dem durchaus kompakten und agilen Raubtier eine besondere Herausforderung darstellt, hat kürzlich ein Video vor Augen geführt: Ein Spaziergängerin in Niedersachsen filmte mit ihrem Handy einen Wolf, der ihr folgt, neugierig sie und ihren Hund umkreist und sich auch durch lautes Rufen nicht vertreiben lässt. „Geh weg, Geh weg!“, schreit die Frau immer wieder und gerät merklich in Panik. Angst und Hilflosigkeit schwingen in ihren Worten mit, irgendwann ruft sie nach Hilfe.
Tod auf dem Asphalt: Immer mehr Wölfe sterben im Straßenverkehr
Wie reagiert man, wenn ein Wolf auftaucht? „Machen Sie sich bemerkbar durch reden, rufen oder In-die-Hände-Klatschen“, schreibt das niedersächsische Umweltministerium. Die Begegnung der Spaziergängerin zeige: „Wölfe sind keine Kuscheltiere.“ Ihr natürliches Verhalten könne bei Laien „große Verunsicherung auslösen und in solchen, für die Betroffenen äußerst unangenehmen Situationen resultieren“. Gerade junge Wölfe hätten oft noch keine Menschenscheu und seien mitunter recht dreist.
Der Tipp der Experten: „Entfernen Sie sich dabei langsam und ruhig, immer mit dem Gesicht zum Wolf. Laufen Sie nicht weg.“ Letztes Mittel sei das Werfen von Steinen und Stöcken oder Pfefferspray. (mit dpa)
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: briefe@berliner-zeitung.de