Immer mehr Pflegekräfte in Deutschland erwägen, ihren Arbeitgeber zu wechseln oder den Beruf ganz aufzugeben. Das geht aus einer Befragung des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe hervor.
Demnach hat jede fünfte Pflegefachperson ohne Führungsverantwortung (20 Prozent) in den vergangenen zwölf Monaten mehrmals pro Woche oder sogar täglich über einen Arbeitgeberwechsel nachgedacht. 16 Prozent spielten ebenso oft mit dem Gedanken, den Pflegeberuf vollständig zu verlassen.
Viele Pflegekräfte wollen mehr Verantwortung übernehmen
Als zentralen Grund für den Frust nennt der Verband die mangelnde Anerkennung. Lediglich rund drei Prozent der Befragten stimmten der Aussage uneingeschränkt zu, dass die Kompetenz von Pflegefachpersonen in der Gesellschaft Wertschätzung erfahre.
Kritisiert wird zudem die fehlende Einbindung in Entscheidungsprozesse. So gaben 76 Prozent der Teilnehmer an, bereit zu sein, mehr Verantwortung im Beruf zu übernehmen.
Die Onlinebefragung „Pflege, wie geht es dir?“ führt der Verband seit 2024 jährlich durch. An der diesjährigen Erhebung, die vom 1. März bis zum 6. April lief, nahmen 3003 beruflich Pflegende teil. Die Umfrage ist nach Angaben des Verbands nicht repräsentativ.
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