Als neuer Standort für die Reiterstaffel der Bundespolizei sind neben der Trabrennbahn Karlshorst wieder mehrere andere Unterbringungsmöglichkeiten im Gespräch. Das geht aus einem Bericht des Innenministeriums an den Rechnungsprüfungsausschuss des Bundestags hervor. Danach kommen vier Standorte neben der bislang favorisierten Trabrennbahn Karlshorst und einer bundeseigenen Immobilie in Stahnsdorf in Betracht: der Europarc Dreilinden, das Gewerbegebiet Wildau, ein Areal in Königs Wusterhausen und der Gutshof Dahlewitz. Die vier weiteren Standorte wurden bei einem sogenannten Interessenbekundungsverfahren ausgewählt. Zehn Anbieter hatten bei dem Verfahren 17 verschiedene Standorte vorgeschlagen. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) soll jetzt die verbliebenen Angebote vergleichen und mit dem Innenministerium die wirtschaftlichste Lösung finden.Die Bima hatte im vergangenen Jahr die Unterbringung in Karlshorst als "günstigste Variante" bezeichnet. Auf Wunsch des Bundesrechnungshofs wurde die Standortsuche dann jedoch ausgeschrieben. Die FDP-Bundestagsabgeordnete Claudia Winterstein sagte der Berliner Zeitung: "Ich erwarte, dass das Interessenbekundungsverfahren zügig abgeschlossen wird." Das Ministerium müsse dem Bundestag dann eine verlässliche Kostenplanung vorlegen, "damit wir endgültig über den Standort der Reiterstaffel entscheiden können".Die Staffel besteht aus 24 Pferden, 37 Polizeibeamten und sechs Angestellten. Sie war bislang in Spandau und im Grunewald untergebracht. Seit Anfang des Jahres nutzt sie nur noch den Standort im Grunewald. Dort kann sie aber nicht auf Dauer bleiben. (ulp.)
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