Ein inzwischen 21 Jahre alter Intensivtäter ohne Fahrerlaubnis steht unter Verdacht, im Juni 2023 einen schweren Unfall verursacht und so mehrere Menschen verletzt zu haben. Das teilte die Berliner Staatsanwaltschaft am Montag mit und erhebt Anklage wegen des Fahrens ohne Fahrerlaubnis in zwei Fällen, in einem Fall in Tateinheit mit einer Gefährdung des Straßenverkehrs, einem verbotenen Kraftfahrzeugrennen, Körperverletzung und Sachbeschädigung sowie Unfallflucht.
Der Angeklagte soll am Abend des 2. Juni 2023 in Reinickendorf ohne Fahrerlaubnis in einem Carsharing-Auto der Marke Tesla gefahren sein. Als er einen Streifenwagen der Polizei bemerkte, beschleunigte er nach Angaben der Staatsanwaltschaft das Auto daraufhin so stark, dass die Polizei ihn zunächst nicht einholen konnte.
Totalschaden an drei Autos, mehrere Verletzte
Während seiner Flucht soll der Angeklagte mehrere Autos auf gewagte Weise überholt und eine Ampel bei Rot überfahren haben, ohne auf den Verkehr zu achten. Mutmaßlich kam es nur wegen der schnellen Reaktion der anderen Verkehrsteilnehmer und durch Zufall zunächst nicht zu einem Zusammenstoß. Hinter einer Kreuzung soll der Wagen des Angeklagten dann aber doch mit zwei anderen Autos kollidiert sein. Alle drei Autos wurden so schwer beschädigt, dass sie einen wirtschaftlichen Totalschaden erlitten.
Durch die Wucht des Aufpralls soll die Beifahrerin des mutmaßlichen Unfallfahrers kurze Zeit bewusstlos gewesen sein. Sie und einer der beiden anderen Autofahrer mussten in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Eine weitere Autofahrerin erlitt laut Staatsanwaltschaft zahlreiche Prellungen.
Der Angeklagte soll nach dem Unfall zu Fuß geflüchtet sein. Derzeit läuft beim Amtsgericht Tiergarten gegen den 21-Jährigen bereits ein anderes Verfahren wegen mutmaßlicher Verkehrsstraftaten.
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