Die Abwehr wackelt: In der vergangenen Saison kassierten die Berliner gemeinsam mit Meister Bayern München die wenigsten Gegentore (38). In dieser Spielzeit sind es nach acht Spielen schon 17. „Das sind nicht wir. Das ist nicht Union-like. Das haben wir auch ganz klar angesprochen“, sagte Kapitän Christopher Trimmel. Zu viele Unkonzentriertheiten, zu oft passt die Abstimmung nicht.
Das Spielglück fehlt: Statistiker verzweifelten mit ihren Prognosen in den letzten Jahren immer wieder an Union. So viele knappe Spiele und Partien, in denen die Berliner sogar unterlegen waren, entschieden sie für sich. Dieses Spielglück schlägt nun komplett in die andere Richtung um. „Das ist dann gerade so ein bisschen die Situation. Wir machen die Dinger vorne nicht. Und beim zweiten und dritten Tor lassen wir uns zu leicht auskontern“, sagte Trimmel. Auch in der letzten Spielzeit spielten die Köpenicker schwache Halbzeiten. Doch meist schossen sie dann zur richtigen Zeit ein eigenes Tor.
Fischers Händchen: Gegen Stuttgart setzte Trainer Urs Fischer auf eine Doppelspitze aus Kevin Behrens und Kevin Volland. Der Plan sei gewesen, „stabiler zu stehen und sich aufs Verteidigen zu fokussieren“, sagte der Schweizer. Das gelang trotz des Gegentors. Offensiv fand Union aber absolut nicht statt. Bälle, die Behrens normalerweise dem schnellen Sheraldo Becker in den Lauf spielt, kamen nicht an. In der Pause musste Fischer sich korrigieren und brachte Becker und David Fofana. Zu spät, wie sich zeigte.
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