Energie

Wegen ausbleibender russischer Gaslieferung: Milliardenverlust bei Uniper

Deutschlands größter Gasimporteur wird bereits vom Bund nach Kräften unterstützt. Gut die Hälfte der Verluste gehen auf die Lieferunterbrechungen aus Russland zurück.

Team News Carola Tunk dpa
2 Min
Das Uniper-Gaskraftwerk in Gebersdorf

Das Uniper-Gaskraftwerk in Gebersdorf

© dpa/Nicolas Armer

Uniper rechnet mit einer Besserung erst in den kommenden Jahren. „Für 2023 erwarten wir eine Ergebnisverbesserung und streben an, ab 2024 die Verlustzone zu verlassen“, sagte Finanzchefin Tiina Tuomela laut Mitteilung zur Vorlage der Halbjahreszahlen. Auch für das gesamte Jahr 2022 erwartet Uniper infolge der deutlich reduzierten russischen Gaslieferungen ein negatives Ergebnis. Die Angabe einer adäquaten Bandbreite sei angesichts des volatilen Umfelds nicht möglich.

Gaskrise: Uniper von zentraler Bedeutung

Uniper spielt als größter deutscher Gasimporteur wegen der seit Wochen stark verminderten Gaslieferungen aus Russland eine zentrale Rolle in der Gaskrise. Das Unternehmen muss wegen der Drosselung der Lieferungen und einer starken Abhängigkeit von Gas aus Russland nun teureres Gas auf dem Markt kaufen, um Verträge zu erfüllen.

Das führte zu Liquiditätsproblemen, weil Uniper die Preissteigerungen bislang nicht weitergeben konnte. Uniper beliefert mehr als 100 Stadtwerke und Industriefirmen. Um den Konzern zu stützen, wurde ein milliardenschweres Rettungspaket geschnürt. Es sieht unter anderem vor, dass der Bund mit 30 Prozent bei dem Düsseldorfer Unternehmen einsteigt.

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