Das Jahr 2023 wird nach UN-Angaben höchstwahrscheinlich das heißeste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen. Wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten vorläufigen Klimazustandsbericht der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) hervorgeht, lag die globale Durchschnittstemperatur schon bis Ende Oktober rund 1,4 Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau. Der Unterschied zu den bisherigen Rekordjahren 2016 und 2020 sei schon jetzt so groß, dass die Monate November und Dezember nichts mehr am globalen Hitzerekord ändern werden.
Die letzten neun Jahre, 2015 bis 2023, seien die wärmsten seit Beginn der Aufzeichnungen gewesen, heißt es in dem Bericht. Das El-Niño-Ereignis, das im Frühjahr 2023 auf der Nordhalbkugel aufgetreten sei und sich im Laufe des Sommers rasch entwickelt habe, werde die Temperaturen im 2024 wahrscheinlich weiter steigen lassen. Bislang hatte die WMO 2016 und 2020 als die wärmsten Jahre eingestuft.
Viele Teile der Welt seien von extremer Hitze betroffen gewesen, hieß es. Am stärksten betroffen seien Südeuropa und Nordafrika gewesen, vor allem in der zweiten Julihälfte. Die Temperaturen in Italien hätten 48,2 Grad Celsius erreicht. Rekordtemperaturen seien aus Tunis in Tunesien mit 49,0 Grad Celsius, Agadir in Marokko mit 50,4 Grad Celsius und Algier in Algerien mit 49,2 Grad Celsius gemeldet worden.
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