Asien

Unwetter in Japan: Acht Tote nach heftigen Regenfällen

Heftige Regenfälle forderten in Japan mehrere Todesopfer. Zudem kam es zu Stromausfällen, Tausende Menschen strandeten am Flughafen Narita.

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Die japanische Region Chiba verzeichnete starke Regenfälle.

Die japanische Region Chiba verzeichnete starke Regenfälle.

© Philip Fong/AFP

Heftige Niederschläge haben in Japan die Präfektur Chiba östlich von Tokio schwer getroffen. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Kyodo News starben mindestens acht Menschen, als am Donnerstag und in der Nacht zum Freitag starke Regenfälle über Ostjapan niedergingen. Die japanische Wetterbehörde JMA gab dem Bericht zufolge für mehr als ein Drittel der Kommunen in Chiba die höchste Regenwarnstufe (Level 5) aus.

Die Niederschlagsmengen erreichten teils Rekordwerte. Im Bezirk Chuo der Stadt Chiba fielen binnen einer Stunde 115 Millimeter Regen, berichtet Kyodo News. Das entspreche ungefähr der Niederschlagsmenge, die dort im August normalerweise innerhalb eines ganzen Monats zusammenkommt. Auch Sakura verzeichnete laut dem Bericht einen neuen Rekordwert: Innerhalb von drei Stunden fielen dort 189,5 Millimeter Regen.

Heftige Regenfälle bis Samstag möglich

Für mehrere Kommunen, darunter die Stadt Chiba und das benachbarte Ichihara, galt zusätzlich eine Level-5-Warnung vor Erdrutschen. Alle Warnungen wurden am Freitagmorgen herabgestuft. Laut Kyodo News war es das erste Mal, dass Warnungen der Stufe 5 für Regen und Erdrutsche ausgegeben wurden, seit die Wetterbehörde im Mai neue Katastrophen-Wetterinformationsdienste eingeführt hatte.

Hintergrund des Extremregens war laut Wetterbehörde warme, feuchte Luft, die nach Ostjapan strömte und dort auf kalte Luft in höheren Schichten traf. Dadurch wurde die atmosphärische Lage äußerst instabil, berichtet Kyodo News. Heftiger Regen könne in Chiba und den umliegenden Gebieten bis Samstag anhalten.

Tausende am Flughafen gestrandet

Nach Verkehrsstörungen am Flughafen Narita strandeten laut Reuters rund 7000 Menschen; viele übernachteten am Donnerstag am Flughafen. Flughafenmitarbeiter verteilten Schlafsäcke, Wasser und Snacks. Ein Flughafensprecher erklärte laut Reuters, die meisten Flüge sollten am Freitag normal stattfinden.

Nach Angaben von Reuters waren in den frühen Morgenstunden des Freitags mehr als 20.000 Haushalte ohne Strom, nachdem Regen ein Umspannwerk überflutet hatte. Die Gasversorgung für fast 13.000 Haushalte wurde zeitweise unterbrochen.

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