Italien

Sturmböen, Erdrutsche und Überschwemmungen: Unwetterwarnung für Italien zu Ostern

In einigen von Italiens beliebtesten Urlaubsregionen dürfte es in den kommenden Tagen ungemütlich werden. Die Behörden warnen vor heftigem Regen.

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Wolken über dem Hafen von Genua. In den kommenden Tagen wird in vielen italienischen Regionen mit Unwettern gerechnet.

Wolken über dem Hafen von Genua. In den kommenden Tagen wird in vielen italienischen Regionen mit Unwettern gerechnet.

© Panthermedia/imago

In mehreren Regionen Italiens wird für die nächsten Tage enorm viel Regen erwartet. Die Behörden fürchten Sturmböen, Überschwemmungen und auch Erdrutsche. Betroffen sind auch Gegenden, in denen sich über die Ostertage normalerweise viele Urlauber auch aus Deutschland aufhalten – wie Südtirol, das Piemont und die Lombardei mit der Hauptstadt Mailand.

Im Mittelmeer wird auch in Küstennähe mit stürmischer See und Wellen bis zu drei Metern Höhe gerechnet. Das nationale Amt für Zivilschutz wies zudem darauf hin, dass es vielerorts zu Gewittern kommen könnte. Die Alarmstufen für die Bevölkerung wurden auf gelb und orange erhöht. Den Prognosen zufolge wird insbesondere im Norden Italiens heftiger Regen niedergehen, aber auch in der Region Apulien im Süden soll es viel Niederschlag geben. Besonders heftig soll es die Städte Turin und Genua treffen.

Im Frühjahr waren bereits verschiedene italienische Regionen von Unwettern betroffen. Dabei kamen mehrere Menschen ums Leben.

Mittel- und Osteuropa erlebt einen Vorgeschmack auf den Sommer

Der Grund für das stürmische Wetter in Italien ist ein sich entwickelndes Tiefdruckgebiet über der Region, das warme, feuchte Luft vom Tyrrhenischen Meer ansaugt. Wenn diese Luftmasse auf die Alpen trifft, wird sie nach oben gedrückt, was zu rascher Kondensation und starken Niederschlägen führt. Unterdessen könnte Mittel- und Osteuropa in dieser Woche einen ersten Vorgeschmack auf den Sommer bekommen, da für mehrere Länder ungewöhnlich hohe Temperaturen vorhergesagt werden. Darunter befinden sich etwa Litauen, Estland und Lettland. Auch in Berlin soll es in den kommenden Tagen warm werden.

Nach Angaben des Copernicus-Klimadienstes der EU folgt die Wärmeperiode auf den wärmsten März in Europa seit Beginn der Aufzeichnungen. Experten zufolge könnte dies auf einen Sommer mit einem erhöhten Risiko schwerer Hitzewellen und drohender Waldbrände auf dem gesamten Kontinent hindeuten.

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