Urban-Krankenhaus

Wollte sich Benjamin K. von Polizisten töten lassen?

Der 26-Jährige hatte am Donnerstag in Kreuzberg Polizisten bedroht.

Andreas Kopietz
2 Min
Das Urban-Krankenhaus ist nach den Schüssen abgesperrt.

Das Urban-Krankenhaus ist nach den Schüssen abgesperrt.

© Paulus Ponizak

Der Mann, den ein Polizist vor dem Urban-Krankenhaus niedergeschossen hat, ist laut Ermittlern als manisch-depressiv bekannt. Die Polizei schließt nicht aus, dass Benjamin Jonas K. sich von Beamten töten lassen wollte, als er diese am Donnerstagnachmittag mit einer Pistole bedrohte und dann mit einem Schuss aus einer Dienstwaffe verletzt  wurde.

Nach Informationen der Berliner Zeitung ermittelte die Polizei gegen den 26-jährigen schon mehrmals wegen Verstößen gegen das Waffengesetz.  Benjamin K. hatte unter anderem schon einmal versucht, einen Polizeibeamten mit einem Messer zu bedrohen. Der Polizist konnte das verhindern.

Vorliebe zu Messern

Wie die Ermittlungen der Polizei ergaben, hat der 26-jährige eine Vorliebe zu Messern.  So habe er bereits verkündet, dass er bereit wäre, sich mit Messern „seiner Freiheit zu erwehren“.

Benjamin K. hatte am Donnerstag auf dem Vorplatz der Rettungsstelle des Urban-Krankenhauses drei Polizisten mit einer Pistole bedroht, als die Beamten gerade das Gebäude verließen. Die Untersuchung der Waffe ergab inzwischen, dass es eine Schreckschusspistole war.

Nachdem die Beamten ihn mehrmals aufforderten, die Waffe runter zu nehmen und ihrerseits  den Gebrauch ihrer Dienstwaffen androhten, schoss ihm ein Polizist in den Bauch.

Entlassung nach der Genesung

Benjamin K. liegt derzeit auf der Intensivstation. Lebensgefahr besteht nach Angaben der Ärzte nicht.

Ein Psychiater des Krankenhauses lehnte die Unterbringung des Mannes in einer psychiatrischen Abteilung ab. Zunächst hieß es auch, dass der Mann aus dem Krankenhaus entlassen werden soll, wenn er körperlich wieder gesund ist. Benjamin K. soll nun einem Amtsarzt, vorgestellt werden, zwecks Unterbringung in einer Psychiatrie.

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