Bahnhöfe

Urin-Gestank am Bahnhof Pankow: Jetzt spricht der zuständige Bahn-Mitarbeiter

Am S- und U-Bahnhof Pankow stinkt’s. Das Problem ist den Behörden bekannt. Doch was sagt eigentlich der verantwortliche Mitarbeiter der Deutschen Bahn zu den üblen Gerüchen?

2 Min
Schlechter Geruch und Verwahrlosung am S- und U-Bahnhof Berlin-Pankow: Rund um den Bahnhof ist es seit Jahren dreckig und es stinkt, verbessert hat sich die Lage bisher nicht.

Schlechter Geruch und Verwahrlosung am S- und U-Bahnhof Berlin-Pankow: Rund um den Bahnhof ist es seit Jahren dreckig und es stinkt, verbessert hat sich die Lage bisher nicht.

© Anikka Bauer/Berliner Zeitung

Der Gestank am S- und U-Bahnhof Pankow ist ein hartnäckiges Problem, mit dem sich die Deutsche Bahn auseinandersetzen muss. Nun hat sich der zuständige Mitarbeiter des Unternehmens zur Sache geäußert. Daniel Euteneuer ist Leiter für den Regionalbereich Ost. Er sagt, es fehle ein gesamtheitliches Reinigungskonzept für den Bahnhof und das Umfeld.

Zum Hintergrund: Bei den Fahrradständern am S- und U-Bahnhof Pankow riecht es an vielen Tagen übel. Der Grund: Exkremente und Urin. Es fehlt eine öffentliche Toilette. Die Antwort auf eine schriftliche Anfrage des Abgeordneten Lars Bocian (CDU) an die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt ergab kürzlich, dass sich bis 2020 eine öffentliche City-Toilette am S- und U-Bahnhof Pankow befand, allerdings auf einem Grundstück der Deutschen Bahn (DB). Diese Toilette wurde inzwischen zurückgebaut.

Bahn-Mitarbeiter: „Bahnhöfe funktionieren nur gemeinsam“

Euteneuer will mit Bezirksamt und Senatsverwaltung zusammenarbeiten. „Bitte koordiniert das doch einfach“, appelliert der Mann an Verkehrssenatorin Ute Bonde. „Bahnhöfe funktionieren nur gemeinsam“, so der Bahn-Mitarbeiter weiter.

Euteneuer weist auch darauf hin, dass es immer wieder Unachtsamkeiten der Bürger gebe. Zum Beispiel würden überall Zigarettenkippen liegen, obwohl ein Rauchverbot herrsche. Der Bereichsleiter sagt – fast schon flehend: „Liebe Berliner, seid doch nicht so unachtsam, am Ende gehören euch die Bahnhöfe ja mit. Und Zuhause schnipst das auch niemand auf den Boden.“

Bahn, Bezirksamt und Senatsverwaltung schieben sich für das Geruchsproblem jedoch gegenseitig die Schuld zu, die Berliner Zeitung berichtete. Auch der zuständige Bereichsleiter trägt Verantwortung für den U-Bahnhof. Letztlich wird das Problem nicht einfach zu lösen sein. Aber erst einmal müssen sich wohl alle Beteiligten an einen Tisch setzen.

Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: briefe@berliner-zeitung.de

Lesen Sie mehr zum Thema