Vor Gericht

Urteil zum Mord gegen sechsfache Mutter Zohra G.: „Ein klassischer Femizid“

Gul A. wurde vorgeworfen, seine Ex-Frau in Pankow auf offener Straße ermordet zu haben. Zehn Monate nach Beginn des Prozesses wurde am Montag das Urteil verkündet.

Laurenz Cushion Leandra Vorndamm
4 Min
Eine Mahnwache im Mai 2022 für die ermordete Zohra G. an der Kreuzung Maximilianstraße Ecke Mühlenstraße in Pankow.

Eine Mahnwache im Mai 2022 für die ermordete Zohra G. an der Kreuzung Maximilianstraße Ecke Mühlenstraße in Pankow.

© Markus Waechter/Berliner Zeitung

Für die Urteilsverkündung braucht das Gericht am Montagmittag etwas länger. Es dauert, den zum Teil turbulenten und langen Prozess zusammenzufassen, zehn Monate hat er gedauert. Die Geduld der Prozessbeteiligten und Besucher ist offenbar aufgebraucht. Viele rollen mit den Augen oder seufzen laut, sobald der Richter Aussagen des Angeklagten in seine Rede einarbeitet. Wörtlich sagt der vorsitzende Richter: „Die Dauer des Verfahrens lag nicht an der Komplexität des Tatgeschehens, sondern am Verhalten des Angeklagten.“

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