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Harvey Weinstein: Urteil im MeToo-Prozess aufgehoben

Ein Urteil gegen den US-Filmproduzenten Harvey Weinstein wurde am Donnerstag aufgehoben. Weinstein sitzt wegen Sexualstraftaten aber weiter im Gefängnis.

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Harvey Weinstein

Harvey Weinstein

© AP

Ein Gericht in den USA hat ein Urteil gegen den wegen Sexualstraftaten inhaftierten Filmproduzenten Harvey Weinstein aufgehoben. Darüber berichtet unter anderem die New York Times. Die Richter des Obersten Berufungsgerichts seien in einer 4:3-Entscheidung zu dieser Feststellung gekommen, schreibt die Zeitung. 

Das Berufungsgericht stellte laut dem Medienbericht fest, dass Weinstein, der als Filmproduzent lange einer der mächtigsten Männer Hollywoods war, kein faires Verfahren erhalten hatte.

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MeToo-Urteil gegen Weinstein: Richter soll Verfahrensfehler gemacht haben

In der Erklärung heißt es am Donnerstag, der Prozessrichter, der Weinsteins Fall damals geleitet hatte, habe einen entscheidenden Fehler begangen. Er habe es den Staatsanwälten erlaubt, eine Reihe von Frauen als Zeuginnen aufzurufen, die sagten, Weinstein habe sie angegriffen. Einige Anschuldigungen waren jedoch nicht Teil der gegen ihn erhobenen Anklage. Welche Folgen die Urteilsaufhebung nun hat, ist unklar. Noch sitzt Harvey Weinstein im Gefängnis. 

Jetzt liegt es am Bezirksstaatsanwalt von Manhattan, Alvin L. Bragg, der sich bereits mitten in einem Prozess gegen den ehemaligen Präsidenten Donald Trump befindet, zu entscheiden, ob er ein Wiederaufnahmeverfahren gegen Weinstein anstrebt.

Wie viele Frauen werfen Harvey Weinstein sexuelles Fehlverhalten vor?

Weinstein war 2020 in New York wegen sexuellen Missbrauchs und Vergewaltigung zu 23 Jahren Haft verurteilt worden. Dagegen hatte der heute 72-Jährige Berufung eingelegt. Ein weiterer Prozess gegen den Hollywood-Mogul in Los Angeles wegen Vergewaltigung endete im Februar 2023 mit seiner Verurteilung zu 16 Jahren Gefängnis. Über 100 Frauen werfen dem einst gefeierten Filmproduzenten sexuelle Angriffe bis hin zur Vergewaltigung vor. Die Enthüllungen lösten 2017 die #MeToo-Bewegung aus.

Mit diesem Urteil mache das Gericht „die stetigen Fortschritte zunichte, die Überlebende von sexueller Gewalt in unserem Strafjustizsystem erkämpft haben“, schrieb einer der Richter, die gegen die am Donnerstag verkündete Entscheidung gestimmt hatten.

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