Von bewährter Symbolkraft war bei der Präsentation des Showprogramms in diesem Sinne die Herkunft der großen Stars. Jennifer Lopez und Lady Gaga standen als Kinder von Einwanderern einmal mehr für das Versprechen, dass man es „in the Land of the Free“ schaffen kann. Lady Gaga ist nach vielen performativen Häutungen, in deren Verlauf sie sich identitätspolitisch aus dem Ei gepellt hat, zu einer energischen Vorsprecherin gesellschaftlicher Anliegen geworden, die auch das viel geschmähte Establishment nicht von sich weist. Und natürlich hat sie die Nationalhymne kunstvoll vollendet gesungen. „Home of the brave“, selten war die Zeile mehrdeutiger, wenn man bedenkt, dass auch die Massen, die am 6. Januar aufwieglerisch Richtung Kapitol gezogen sind, für sich in Anspruch nehmen, tapfere Patrioten zu sein.
Bidens Amtseinführung
Neues vom amerikanischen Traum
Der Country-Musiker Garth Brooks galt als große Überraschung bei der Zeremonie von Washington. Warum eigentlich?
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Garth Brooks singt „Amazing Grace“, Präsident Joe Biden hört zu.
© AP/Andrew Harnik/