Die Botschaft der USA in Berlin hat am Montag des Auftritts von Präsident John F. Kennedy vor 60 Jahren in Berlin gedacht und ein Porträt Kennedys enthüllt, das den Mittelpunkt des neuen John-F.-Kennedy-Forums am Pariser Platz bildet. Das Bild, eine Art Hybrid aus Poster und Collage, stammt von Shepard Fairey. Die Botschafterin Amy Gutmann sagte bei der Enthüllung des Bildes, Kennedy stünde für eine ganz bestimmte Haltung: „Wir Amerikaner stehen immer an der Seite derer, die für ihre Freiheit kämpfen.“ Der Berliner Zeitung sagte Frau Gutmann, Kennedy habe auch in ihrem persönlichen Leben eine wichtige Rolle gespielt: „Ich bin Kennedy zum ersten Mal als Schülerin begegnet, als er kandidierte. Seine Aufforderung an uns junge Menschen, etwas für unser Land zu tun, hat mich sehr inspiriert.“ Auch an den legendären Berlin-Besuch erinnert sie sich: Ihr Vater habe JFKs Auftritt gebannt verfolgt und gesagt, es sei so wichtig, dass Kennedy in Berlin sei, weil er den Berlinern Hoffnung auf eine Wiedervereinigung gäbe. Die Ermordung des Präsidenten erfülle sie heute noch mit Trauer und Schmerz. Dennoch sei klar, dass Kennedy als einer der größten Präsidenten der Vereinigten Staaten in die Geschichte eingegangen sei.
Amy Gutmann sagte, der Satz „Ich bin ein Berliner!“ habe eine allgemeine Bedeutung erlangt. Es gehe in dem Satz um die Solidarität mit allen Menschen, die in Unfreiheit leben müssten. Gutmann: „Daher sage ich: Ich bin eine Berlinerin. Und wir alle sagen: Wir sind Berliner, wir sind Ukrainer.“
An der Eröffnung nahm auch die Tochter des Übersetzers von Kennedys Rede teil. Die Kennedy Library Foundation, vertreten von Michael Steed, stellt dem neuen Forum eine Büste des jungen Präsidenten zur Verfügung.
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